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antwortete: „Zweiundzwanzig!" — mit einem stolzen und kindlichen Lacheln, das den Glanz seiner Zahne zeigte. Dann verfinsterte sich seine blanke Stirn gleich wieder.

„Da stehe ich, ein groBer langer Kerl, zweiundzwanzig Jahre alt, und bin nichts als ein Fensterputzer!" Seine Augen waren dunkel geworden — fast schwarz —, und die starken Lippen hatte er trotzig vorgeschoben. „Eine feine Situation!" Er lachte erbittert. Dann steilte er fest: „Eigentlich wollte ich schreiben," — und lieB den Scheuerlappen, wie entmutigt, sinken.

Marion erkundigte sich: „Was wollten Sie schreiben? Romane? Oder Gedichte? Oder Philosophie?"

Er machte eine groBe Gebarde, die wie eine Umarmung war. „Oh — alles —, einfach alles —: verstehen Sie? Theaterstücke, und schone Verse, aber auch Zeitungsartikel — gewaltige Zeitungsartikel gegen fascismo; gegen verdammten fascismo." In seinen Augen flammte es wieder dunkel; aber diesmal nicht von Traurigkeit, sondern von Zorn. „Voriges Jahr habe ich für ein italienisches Blatt, hier in New York, feine lange Sachen gegen fascismo schreiben dürfen," erzahlte er. „Aber bezahlt habe ich nie was bekommen. Schliefllich ist die Zeitung eingegangen, obwohl sie viele gute Mitarbeiter hatte. Und da stehe ich nun, mit meinem Scheuerlappen!" Er zuckte mehrfach ausdrucksvoll dieAchseln, schnalzte verachtlich mit der Zunge und rollte grimmig die Augen, als ware ihm gerade jetzt, im Moment, ein kolossales Malheur passiert.

Marion examinierte ihn weiter: „Und für den Fascismus haben Sie gar nichts übrig ?"

Der Junge wurde sehr böse. „Aber natürlich nicht! Wie können Sie so etwas fragen ? — Ganz und gar nichts habe ich für fascismo übrig! — Ach, wer

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