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wie in Qualen. Auch sein Stöhnen klang, als ob es von einem Gefolterten kame. „Tue ich dir weh ?" fragte er sie — selber leidend an seiner Lust. Als Marion den Kopf im Kissen schüttelte: „Aber ich will dir weh tun! Sonst liebst du mich nicht!"

Manchmal grübelte Marion über sein Gesicht gebeugt, an dem sie sich nicht satt sehen konnte: „Liebst du mich wirklich ? — Ach, du liebst mich nicht!" Sie hatte es auf deutsch gesagt, er verstand sie nicht. „Was hast du eben gemurmelt ?" wollte er miBtrauisch wissen. Da sie nur ein girrendes kleines Lachen als Antwort hatte, verfinsterten sich gleich sein Bliek und seine Stirn. „Du argerst mich mit deinen Geheimnissen mit deiner fremden Sprache. Ich weiB nichts von dir!" Er griff nach ihrem Kopf mit seinen groBen, harten Handen, als ob er die Gedanken aus ihm heraus zerren könnte. „Wenn ich nur wüBte, was vorgeht hinter dieser Stirn!" — Sie blieb stumm; da stürzte er sich wieder in die Umarmung wie in den Kampf. Noch einmal — der in Lust und Qualen gebaumte Leib; noch einmal die irrenden, rasenden Blicke; das Brummen und Stöhnen, der bedrohliche Schlachtgesang seiner Liebe: noch einmal.

Schwankte unter ihnen nicht das Zimmer — diese nicht besonders saubere Hotel-Stube, nahe Pennsylvania-Station —, wie einst ein anderes Zimmer geschwankt hatte, an einer französischen Küste ? Es schien ein Schiff auf hoher See zu sein — oder vielleicht nur ein kleiner Nachen. Wohin trug er sie ? Gab es Ufer, jenseits dieser Gewasser, die sich unermeBlich breiteten ? Und wenn es Ufer gab — hatte man Kraft genug, um sie zu erreichen?

Gefahren — Gefahren, überall . . . Oh, wir sind schon verloren! . . . Welche Schuld haben wir auf uns geladen, daB man uns zu solcher Strafe verdammt ?

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