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Denn die Aufenthalte waren strapaziös. Anstrengender als die Vortragsabende waren die Interviews und die Geselligkeiten. Mit vielen Menschen muBte Marion plaudern, und sie hatte immer gut in Form zu sein. Die Club-Damen, die Journalisten, die Professoren, Studenten, jungen Madchen — alle baten: „Teil us something about Germany! How is it possible . . . ?" — Und dann half kein Gott: erzahlt sollte werden ... Es war ein Teil ihrer Arbeit, es gehorte zu ihren Pflichten.

Übrigens sprach und berichtete sie nicht ohne Vergnügen. Der Wille aller dieser Menschen, sich zu unterrichten, war mehr als trage Neugier; er war rührend und beinah tröstlich. Die Fragen selber wirkten oft naiv und ahnungslos: „Warum mag Herr Hitier die Juden nicht ? — Wieso findet sich niemand, der Herrn Hitier tötet ?" Aber die Sorge, die Bestürztheit, die Anteilnahme waren stark und echt. Viele, die sich jetzt vor den Nazi-Greueln entsetzten, hatten Deutschland — „the country of Goethe and Beethoven" — einst geliebt und bewundert. Umso heftiger war nun ihre Enttauschung — die übrigens nicht nur diesem einen Lande galt, sondern dem Erdteil. Warum duldeten Frankreich und England solche Barbarei, inmitten des Kontinents ? Hatten sie nicht die Macht, den deutschen Diktator zu erledigen, ohne Krieg, nur durch die Kraft des moralischen, kulturellen, ökonomischen Boykotts ? — So fragten die Club-Damen, Professoren und jungen Leute. Marion aber muBte Rede und Antwort stehen.

Sie gefiel den Amerikanern. „I think we do like you!" sprach herzlich die Dame vom Club-Vorstand, und die anderen nickten. „It was wonderful to have you here! The whole crowd was just crazy about you! Couldn' t you have dinner with us tonight?"

Marion machte Eindruck, weil sie aufrichtig war.

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