Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

von der Universitat holten sie in einem Ford- oder Buick-Wagen ab. In der Hotelhalle erwarteten sie zwei Interviewer, vom „Chronicle" und von den ,,Daily News". Sie saBen in Schaukelstühlen und rauchten dicke Zigarren. Marion erkundigte sich beim Portier, ob Post für sie da sei. Ja, es waren Briefe für Miss von Kammer gekommen. Sie sagte: „Thanks" und steckte sie zu sich. Erst muBte sie mit den Journalisten sprechen. Wahrend sie, prazis und munter, Auskünfte gab, schielte sie auf die Couverts. Sie erkannte verschiedene europaische Marken. Aber erst ein paar Minuten spater, im Lift, entdeckte sie, daB sie auch von Tullio eine Nachricht hatte. Dies war seine ungelenke, dabei stolz geschwungene, kindliche Schrift. Seit zehn oder zwölf Tagen war kein Lebenszeichen von ihm gekommen. Wahrend der ersten Wochen ihrer Tournée hatte Marion fast an jeder Station einen Brief, mindestens ein Telegramm oder eine Karte von ihm gefunden. Meistens freilich waren es nur kurze, rhetorisch flüchtige GrüBe und Beteuerungen gewesen: „Ich denke an Dich, meine Liebste! Wann kommst Du wieder ? Seit vorgestern arbeite ich in einem anderen Hotel. Hast Du Erfolg ? VergiB Deinen Tullio nicht!!!"

Dann war er plötzlich verstummt; auch Depeschen mit bezahlter Rückantwort, die Marion schickte, hatten keine Silbe mehr aus ihm herausgelockt. Er schien alle Krafte seiner Beredsamkeit aufgespart und gesammelt zu haben, für die umfangreiche Epistel, die nun eingetroffen war. Marion wuBte schon, was er ihr mitzuteilen hatte. „Alles ist aus, ich reise, Du wirst mich nie wieder sehen."

Dies schrieb er, in umstandlicher und pathetischer Form. Er betonte: „Ich werde Dich immer lieben!" VergaB indessen nicht, grausam hinzu zu fügen: „Du verlierst mich, ich verschwinde aus Deinem Leben,

Sluiten