Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Stand. Es war nur noch Marion, die seine grüblerischen und gefühlvollen Augen sahen. Sie spürte seinen Bliek auf der Haut wie etwas Körperliches.

„Leider ist festzustellen," sagte er langsam, „daB mein Vorredner unritterlich gegen eine Dame war — unritterlich in der Form, wie durch die Argumente, die er gegen sie benutzte. Sicherlich wird Fraulein von Kammer selbst die beste Antwort für Herrn Fröhlich wissen — es sei denn, sie zieht es vor, ihn einer Erwiderung gar nicht zu würdigen. Jedenfalls möchte ich es nicht minera der amerikanischen Freunde überlassen, meinen Landsmann, Herrn Fröhlich, auf seine Entgleisung aufmerksam zu machen — zumal er sie sich einer Kompatriotin gegenüber hat zu schulden kommen lassen. — Herr Fröhlich hat vorhin den Begriff .unfair' gebraucht. Es erstaunt mich, daB für einen Anhanger Hitiers dieses Wort überhaupt Sinn und Inhalt hat. Für uns andere freilich bleibt es bedeutungsvoll. Gerade deshalb hat die rhetorische Exkursion des Herrn Fröhlich uns so tief schokiert. Ich fürchte, es war seine Ansicht, Fraulein von Kammers moralische Integritat zu verdachtigen. Das ist unertraglich!" rief der untersetzte Mann, plötzlich wütend, wie in einem Anfall von Jahzorn; er stampfte kurz mit dem FuB, sein rundliches Gesicht verfarbte sich dunkel. „Jeder im Saai ist von ihrem Vortrag bewegt worden. Wenn irgend jemand, so hat sie das Recht, die Entartung, den geistig-politischen Absturz Deutschlands zu rügen und zu beklagen, da sie selber bestes Deutschland ist. Und nun kommt dieser junge Herr aus Berlin, um uns boshaft zu examinieren: Ist es in RuBland besser ? — Lassen wir die Frage offen, ob es in RuBland besser oder schlechter ist; ob die Sowjet-Union alle Welt durch ihre Aggressivitat, ihr Expansionsbe-

Sluiten