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beim Kampf unser Niveau dem des Gegners anzugleichen. Wir imitieren, nur halb bewuBt, Taktik und Gebarde des Feindes, in der Meinung, dies vergröBere unsere Sieges-Chancen. — Falsch!" rief Professor Abel — und jetzt hatte er die Aufmerksamkeit des ganzen Kreises für sich. „Durchaus falsch! Stark sind wir nur, wenn wir ganz wir selber bleiben. Ware der Kampf nicht sinnlos, wenn er uns dahin brachte, Werte und Gesinnungen aufzugeben, um derentwillen er doch eben geführt werden muB ?"

„Danke für die Belehrung!" — Marion schien nun doch ziemlich enerviert zu sein. Sie zuckte böse die Achseln. „Sie finden also, daB ich mich mit meinem Vortrag auf Nazi-Niveau begebe!" — Mrs. Piggins lachte — ebenso entsetzt wie vorhin, als Abel angekündigt hatte, man werde ihn für einen Kommunisten halten.

Benjamin versetzte: „Das habe ich niemals andeuten wollen. Wie können Sie glauben, ich verfiele auf solche Absurditat ?!" Die Frage klang heftig; indessen blieb der Bliek forschend, zartlich und ernst. — „Aber gewisse Symptome machen mich bedenklich," sagte er.

Marion schwieg — zu verargert, um sich zu erkundigen, von welcher Art die Symptome seien. Professor Schneider steilte die naheliegende Frage.

Abel redete strenge und pedantische Worte — was ihn keineswegs daran hinderte, die Dame, welche er attackierte, mit gierigem, verzücktem Bliek zu betrachten. Ersagte: „Für jeden Agitatoren werden die groBen Werte und Namen, auf die er sich beruft, Mittel zum Zweck. Er liebt sie nicht mehr um ihrer selbst willen — oder nicht mehr nur um ihrer selbst willen —; er nennt und preist sie, weil sie seiner Sache dienen. Ruhm und Reichtum eines dichterischen Werkes werden solcherart ,in den Dienst der Sache' gestellt. Das

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