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können, daB ich dich so sehr liebe ?" erkundigte sich Professor Abel besorgt. „Werde ich dir nicht lastig sein ? Wirst du mich gerne haben ? Und auf welche Art ?"

Sie hatte eine sanfte Gebarde der Abwehr. „Es ist doch noch nichts entschieden ..." Gleich muBte sie erleben, daB er wieder heftig ward. — „Es ist alles entschieden!" Mit gravitatischer Schalkhaftigkeit fügte er hinzu: „Das Kind braucht doch einen Vater!"

In ihrem Kopf waren müde, wirre Gedanken. Sie überlegte: ,Wie schlau sie sind — diese Liebenden! Sie nutzen alles zu ihrem Vorteil. . . Ich habe nicht gewufit, daB ihm so viel an mir liegt. Es muB ihm ungeheuer viel an mir liegen, da er keinen AnstoB nimmt an meiner Schwangerschaft. — Tue ich etwas Schlechtes, wenn ich ihm erlaube, der Vater meines Kindes zu sein ? Wen könnte ich fragen ? Ich habe nur die Antwort, die aus mir selber kommt

Die Augen des Liebenden wanderten unersattlich über die Landschaft des geliebten Gesichtes. Sie verweilten auf dem Mund, der mit groBer, schön geschwungener Kurve sich festlich darbot. — Der Liebende sah: ,Ihre Lippen öffnen sich. Sie erwartet den KuB. Man lebt lange, geht durch manche Qual, — und ein atmender Mund, der sich lachelnd öffnet, bringt unvermutet die stumme Botschaft, die VerheiBung und die Erfüllung. Mir ist Glück beschieden — wer hatte es je gedacht . . .!' —

Die nachsten Tage waren voll Gesprach; es galt, die Vergangenheit zu besprechen und die Zukunft. Was die Zukunft betraf, so schien alles einfach. Abel hatte beschlossen: „Wir heiraten in etwa vierzehn Tagen." Marion fand nichts einzuwenden. Sie schaute ihn sinnend an; lachelte; schwieg; fragte schlieBlich: „Machen wir keinen Fehler ?" Darauf Benjamin, sehr zuversichtlich: „Wir tun das Richtige." Da nickte sie

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