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Frau von Kammer, auf der anderen Seite des Ozeans, plapperte aufgeregt: „Wer spricht denn? Was ist denn los ?" Und Marion — die sehr blaB geworden war —: „Ich bin es, Mama! Es ist Marion. Marion spricht..." Da wurde Marie-Luisens Stimme ganz klein und zittrig. „Marion . . . Kind ... Es ist doch nicht möglich! Wo steckst du denn? Bist du denn nicht in New York?" — Die Tochter erklarte: Nein, ich bin auf meiner Tournée, im Mittelwesten von Amerika, in einer kleinen Stadt, du hast wohl nie ihren Namen gehort, es ist eine besonders nette kleine Stadt . . . „Ich habe mich verlobt!" rief Marion über zwei Kontinente und das Atlantische Meer — über viele Stadte, Ebenen, Flüsse und Gebirge hin, über ein fast unendliches Wasser hin berichtete die Tochter der Mutter:

„Ich habe mich am Weihnachtstag verlobt, Mama! Kannst du mich hören ?" — „Natürlich kann ich dich hören!" rief Frau von Kammer. „Deine Stimme klingt, als ob sie hier im Zimmer sprache, es ist wunderbar! -— Mit wem hast du dich denn verlobt, liebes Herz ?" — „Es ist ein Deutscher," teilte die Tochter mit. „Ein Professor, er heiBt Abel, er ist uralt und hat einen weiBen Vollbart. . ." Sie muBte lachen; Benjamin machte wütende Zeichen. „Er wird dir nachher guten Abend sagen, er ist taub und wird kein Wort verstehen, wenn du zu ihm sprichst, er ist sehr komisch — es ist sehr komisch von mir, daB ich ihn gerne mag ..." Der Brautigam rang die Hande. Marion fragte: „Wie geht es denn bei euch, Mama? Hast du die Pension eröffnet ? Habt ihr einen netten Sylvesterabend gehabt ? Sind die Gaste schon weg ? Schlafst du schon? Habe ich dich gestort?"

Marie-Luise wollte alles auf einmal erzahlen; überstürzte sich, brachte fast gar nichts heraus. Immerhin lieB sich verstehen: Der Betrieb von Pension

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