Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

„Rast und Ruh" hatte vielversprechend gestartet. „Wir haben acht Gaste, lauter reizende Menschen, und zum Abendessen waren Ottingers da, und Peter Hürlimann, Ottingers haben Champagner gestiftet, es war ein sehr hübscher Abend, wir haben die neue Pension hochleben lassen — denke dir: Frau Ottinger war ein biBchen beschwipst!" Marion erfuhr — über den Ozean, über so viel Ebenen und Stadte — die Details des Züricher Sylvester-Menüs. „Tilla hat sich um alles gekümmert," betonte MarieLuise bescheiden. „Und wie bezaubernd sie aussieht — du kannst es dir gar nicht vorstellen! Sie trug ein neues Schwarzseidenes — ganz einfach, aber so schick! Jetzt ist sie ja schon im Schlafrock . . ." Es klang, als ob Frau von Kammer sich bei Marion wegen des nachlassigen Kostüms ihrer Freundin entschuldigen wollte. — Herr Ottinger hatte mit seiner „Lebensbeichte eines Eidgenossen" viel Erfolg —: auch dies ward Marion noch zugerufen, über Wellen und Berge. „Und das Buch ist unserer Tilly gewidmet! Ist das nicht rührend ? Sie wird nicht vergessen von ihren Freunden, auch Peter Hürlimann hat etwas zu ihrem Andenken komponiert, eine Art von Requiem, der gute Junge, es klingt interessant, ich kann es nicht ganz verstehen. — Tilly wird nicht vergessen!" rief die Mutter vom Zürichberg. Und Marion, im Mittelwesten der U.S.A., wiederholte: „Sie wird nicht vergessen."

Spater muBte Benjamin die Schwiegermama telephonisch begrüBen — es wurde ein langes Gesprach, ein ziemlich kostspieliges Weihnachtsgeschenk. MarieLuise gratulierte dem fremden Herrn; dabei fiel ihr ein, daB sie der Tochter gar nicht ordentlich Glück gewünscht hatte —: „Mein Gott, ich bin so vergeBlich! — Machen Sie mein Kind glücklich!" verlangte die Mutter, aus groBer raumlicher Distance. „Haben

Sluiten