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hörte Marion den herzlich gemeinten Wunsch aus dem Munde der amerikanischen Freunde. Mrs. Piggins weinte fast, als Professor Abel feierlich mitgeteilt hatte: Marion und ich werden heiraten. — ,,Ich habe es geahnt!" schluchzte die gute Dame, obwohl ihr alles überraschend kam. Mr. Piggins, ein nachdenklicher Realist, fand das Arrangement vernünftig und lobenswert. Jonny Clark, der es wirklich geahnt hatte, zeigte musterhafte Selbstbeherrschung. Immerhin bedeutete es ihm einen Schock. Er hatte für diese seltsame Europaerin mit den schragen Augen ein entschiedenes Faible gehabt. Isn't she utterly attractive ? — dachte Jonny, der Braungebrannte. Und er beschloB: Nun küsse ich ihr nochmal die Hand! Das kleine Vergnügen darf ich mir wohl gönnen als Lohn für so viel selbstlose Zurückhaltung! — Dem Kollegen Abel klopfte er die Schulter: „Congratulations, old chap!" Sie tauschten mannlich-befreundete Blicke. Sie mochten sich. Sie tranken sich herzlich zu.

Der alte Professor Schneider war schier auBer sich vor Vergnügen über das charmante Ereignis. Er bekam feuchte Augen, sein Mienenspiel war sowohl schalkhaft als auch ergriffen. „Und sie passen so gut zueinander!" sagte er immer wieder. Dann spielte der den Hochzeitsmarsch von Mendelssohn auf dem Klavier. ,,Ihr werdet nach Deutschland zurückkehren!" prophezeite er dem jungen Paar, und ward wehmütig, in der Erinnerung an langst verflossene Heidelberger Studententage. „Ihr werdet gute Amerikaner sein — und ich wünschte mir, ihr bliebet immer hier. Aber Deutschland kann auf die Dauer Menschen von eurer Art nicht entbehren. Ihr werdet zurückkehren!" verhieB er, und bewegte die alten, etwas gichtischem Finger munter über die Tastatur.

Übrigens hatte er seinerseits noch eine kleine Sensation auf Lager. Wer hatte ihm denn geschrieben ? Von

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