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sein . . . AuBerdem sehne ich mich unaussprechlich nach Ruhe." Sein erschöpfter Bliek und das überanstrengte Lacheln bestatigten, wie stark sein Ruhebedürfnis war. „Irgendwo muB es doch still sein Es klang mehr fragend als überzeugt. „Irgendwo, in einer wilden, reinen Landschaft — in einer Luft, die noch nicht vergiftet ist vom Larm der Propaganda, von den Lügen der Politik. Ich traume von Urwaldern, oder grenzenlosen Prarien, von Steppen oder Gebirgen . . . Die Gegend, die mir Heimat werden soll, mag öde sein; aber ich verlange Unschuld von ihr, wie von einer Er au. Die groBe Gabe, die ich von ihr erflehe, heiBt: Stille . .

,Hoffnungslos,' dachte Nathan-Morelli. ,Ein gescheiter Kerl, und so hoffnungslos romantisch . . . Ach, diese Deutschen! Ach, diese Juden! Ach, diese deutschen Juden...' — Der Kranke hatte ein Lacheln, in dem Spott und Mitleid sich mischten — ein sehr verachtliches, sehr mildes Lacheln. SchlieBlich sagte er, mit schwachem Achselzucken: „Ich fürchte, mein Lieber, Sie haben übertriebene Vorstellungen von der grenzenlosen Weite unseres Planeten. Er ist klein geworden. Die Zivilisation umspannt ihn, und mit ihren schatzenswerten Bequemlichkeiten sind überall ihre Probleme da. — MuB ich das Ihnen erklaren, lieber Herr Doktor Deutsch ?" Seine Stimme wurde strenger; bekam aber gleich wieder den wehmütig gedampften Klang. „Sie glauben, anspruchslos geworden zu sein, verlangen aber in Wahrheit das Schwierigste, Kostbarste, Seltenste. Unschuld und Stille . . .: wo finden wir die ? — Doch nicht hier!" entschied mit spöttisch-mitleidsvollem Lacheln der Kranke. „Lieber, armer Freund —: doch nicht hier ..."

Nicht hier, doch nicht hier . . . Die paradiesisch unberührte Landschaft; das idyllisch-wackere Leben — karg und heiter zugleich —: wie weit müssen wir

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