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Regierung Dollfuss gekampft, er hatte die Regierung Schuschnigg gehafit, er verabscheute auch die Nazis, er war nicht für die Restauration, er war für die Republik. „Im Februar 1936 haben wir österreich verloren!" Diese Worte hatte Bernheim von ihm gehort — jetzt fielen sie ihm ein. Der Chauffeur sah ihn an; sein Gesicht blieb starr, als die Tür des Wagens aufgerissen wurde.

Ein Arm mit Hakenkreuzbinde langte in den Wagen; ein entmenschtes Gesicht ward sichtbar. —„Sind Sie auch ein Jud ?" — Welch entsetziiche Stimme! Der Atem, der zu ihr gehorte, stank nach Bier. Herrn Bernheim wurde sehr übel; er fürchtete, sich übergeben zu müssen. „Ich bin Auslander!" brachte er hervor. Die Antwort war nur dröhnendes Gelachter. „Das kann jeder sagen!" höhnte die stinkende Stimme. „Was für einen Pass hast du dir denn gekauft, du Hund ?" — „Ich bin Bürger des Fürstentums Liechtenstein!" Bernheim machte eine letzte Anstrengung, seine Würde zu wahren, und sowohl gütig als auch kraftig zu wirken. Indessen ward das Gelachter noch wilder. Der Mann, der Bier getrunken hatte, lieB dumpfes Jubeln hören. „Hoho! — Und so was fahrt in einem dicken Packard rum!" —: als ob es gerade für einen Bürger von Liechtenstein besonders unpassend ware, in einem Automobil zu sitzen.

„Die Koffer hat er auch schon mitgenommen!" steilte erbittert ein verwelktes Frauenzimmer fest: es war die gleiche, die vorhin so zankisch den Führer hatte hochleben lassen. Der Biertrinker machte plötzlich ein strenges Beamtengesicht. „Wahrscheinlich Steuerhinterziehung!" behauptete er, völlig sinnlos, und sah tugendhaft aus; eine Stütze der Ordnung, legitimer Verteidiger staatlicher Interessen. — „Das werden wir ja gleich haben!" brüllte er, die Miene purpurn verfarbt. Er riB Herrn Bernheim aus der

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