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Limousine — ihn mit beiden Armen umfassend, wie zu einer mörderischen Liebkosung.

Siegfried Bernheim, zu Boden geschleudert, berührte das StraBenpflaster mit seiner Stirn. Er kauerte, wie ein Orientale in der Pose der Andacht. Die Hande hatte er vors Gesicht gelegt; zwischen seinen dicken Fingern quoll der rosig-graue Bart hervor. Er hielt still; er wuBte nur noch: Sie werden mich schlagen . . . Da spürte er schon den ersten fürchterlichen Hieb im Nacken. Es muBte ein Gummiknüppel sein, von dem er getroffen wurde. Bernheim hatte in seinem Leben noch niemals solchen Schmerz gekannt. Er dachte: Ich will nicht schreien. Das Gesindel soll mich nicht weinen horen . . . Gleichzeitig aber ward ein Wimmern laut — ein fremdes, kindisches kleines Wimmern: er erkannte es nicht, und doch kam es aus seinem Munde. ,So ist das also,' fühlte er, halb betaubt. ,So ist es, wenn man geschlagen wird, mit einem Gummiknüppel. Man kann den Hals nicht mehr rühren, er wird heifi und steif, wahrscheinlich wird es eine groBe Beule geben — mein Gott, tut das weh ; man bekommt nasse Augen, und man wimmert, ob mans will oder nicht.' — Die Beobachtungen waren interessant, wenngleich schaurig. Übrigens blieb eine gewisse Neugierde wach in dem gemarterten Kopf. Bernheim fragte sich: ,Was werden sie jetzt mit mir machen ? Sie haben mich geschlagen; vielleicht töten sie mich . .

Sie hatten noch allerlei mit ihm vor. Die Verwelkte mit der zankischen Stimme forderte animiert: ,,Er soll putzen! Den Boden soll er aufputzen, die Plakate von der Vaterlandischen Front soll er wegputzen von der Mauer! Auf der RingstraBe drüben haben die Saujuden auch putzen müssen!" Sie schien entzückt von ihrem kleinen Einfall; ihre Stimme krahte vor Begeisterung. „Ich habe lang genug die Böden auf-

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