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Er hatte den Namen ihres Kindes genannt, mit fester, markiger Stimme, wenngleich innig bewegt. Das Kind sollte Marcel heiBen, dies war schon seit langem bestimmt. Marcel — tötlich getroffen, unter fremden Himmeln —, er würde fortleben in dein Knaben, der nicht seines Blutes war: so hatte Marion es gewollt — Benjamin muBte sie daran erinnern. Er muBte neu die mütterliche Zartlichkeit in ihr erwecken, die sie — Prophetin und Amazone — vor lauter Zorn und Schmerz vergessen hatte. „Wir werden ihn lieben!" muBte er ihr sagen —: ach, er liebte ihn schon! Er war nicht der Vater: zwei Abenteurer, zwei Fremde waren ihm vorgezogen worden. Der Eine hatte das Kind gezeugt; nach dem Anderen sollte es geraten. Aber wie viel vaterliche Zartlichkeit auf Benjamins Zügen, welch inniger Ernst, welch ergreifender Stolz, da er seine Frau nun gemahnte: ,,Er wird groB und brav! Er wird glücklich! Er sieht bessere Zeiten. Neue Spiele fallen ihm ein, neue Aufgaben stellen sich ihm, er bewaltigt sie alle. — Marion, Marion, du weiBt es doch —: was sollte all dein Kampf und dein Aufbegehren, wenn es nicht für ihn ware, und für all seine Brüder ? Was ginge die Menschheit uns an, wenn wir nicht an ihre Zukunft glaubten — wenn wir die kommenden Geschlechter nicht liebten ? — Marion, Marion — du weiBt es doch ..." Seine Stimme hatte fast hypnotisierende Kraft —: raunende, beschwörende Stimme des Liebenden, beruhigend und fordernd zugleich.

Er zog die Geliebte an sich; er liebkoste ihren Leib, der das fremde Kind trug. Sie lieB sich umfangen, lieB sich küssen und stützen. Er rückte ihr die Kissen im Stuhl zurecht. Plötzlich fühlte sie: Ich bin müde. Wie gut, daB er ihr ein Lager richtete! Sie konnte es brauchen; sie dehnte dankbar die Glieder. Dieses schlafrig-gelöste Lacheln, den vertrauensvoll-zartli-

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