Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

duldig lauscht. Zu allen übrigen Sorgen kam das PaB-Problem: Kikjou, kleiner Kamerad der Heimat losen, war nun seinerseits expatriiert. Solches geschah ihm zur Strafe, weil er in Spanien bei den Loyalisten gewesen war, und sich so lange fern gehalten hatte von der Heimat. Sein PaB wurde nicht verlangert: Kikjou argwöhnte, daB seineigener Vater die brasilianischen Konsulate in solchem Sinne beeinfluBt hatte. Der grausame alte Herr — heftig deprimiert durch den Magenkrebs und die Ahnungen des nahen Endes — wollte den verlorenen Sohn durch so erpresserischen Trick zur Heimkehr zwingen. Nun muBte er wirklich nach Hause, und fand sich in lastigen Komplikationen. ,Soll ich den gefalschten PaB benutzen ? Es ist ja ein echter — nur ein paar kleine Ziffern hat man korrigiert . . . Was ratst du mir, lieber Herr ?' — Die Emigranten-Probleme, die Sorgen der Vagabunden: Kikjou, der Wahl-Emigrant, der Vagabund aus Instinkt, erfuhr sie am eigenen Leibe.

,Nach Hause!' dachte er, ziemlich bitter. ,Nach Hause —: wie seltsam es klingt! Was geht Rio de Janeiro mich an ? Eine fremde Stadt. Was bedeuten mir meine Schwestern ? Unbekannte Damen. Ich habe kein Zuhause. Zu lange habe ich mit denen gelebt, die heimatlos sind — ich gehore zu ihnen, meine Brüder sind sie. Marcel, mon grand frère — hatte er eine Heimat ? II était sans patrie, ist unter fremden Himmeln gestorben. Martin, den ich geliebt habe, und seine Freunde, und all die anderen, denen ich ein biBchen zu helfen versuchte — ach, mit was für matten, unzureichenden Kraften! —: lauter Heimatlose . . . Was soll ich in Rio, bei den dummen Schwestern und den schlauen Anwalten ? Aber es ist wohl meine Pflicht, ihnen zur Verfügung zu sein . . . Wie lange werde ich bleiben ? Und was für Wanderschaften kommen dann ?

Sluiten