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Glanz das Haar, das unter dem Nebel-Hute sichtbar ward; Glanz — der Mund, die Stirn, die tanzelnden FüBe, diebewegten Hande. Die Augen — sie allein — blieben fest umrissen, bei all der strahlenden Auflösung. Aus ihnen floB Mitleid, ungeheuer stark; Erbarmen, machtig wie eine Flamme; Trost, der nicht nur lindert, sondern auch fordert und alarmiert.

Die Augen des Engels verlangten viel von diesem Sterblichen. Der senkte das Haupt. Er empfing den Bliek—: höchste Gunst; strengstes Urteil. — „Fürchte dich nicht!" rief die Stimme, die von oben kam — und doch stand der Bote noch auf unserer Erde.

Er bückte sich ein wenig; denn er war viel gröBer, als der Mensch, den er küssen wollte. Der KuB war eisig — Hauch aus Spharen, die kein Strahl erwarmt. Kikjou zitterte starker; hielt sich indessen aufrecht, in lobenswert tapferer Haltung. Er hatte den Bliek ausgehalten; so muBte auch der KuB sich ertragen lassen. Nur schien es ihm ratsam, seinerseits die Augen zu schlieBen, damit er das eisige und feurige, zugleich zerflieBende und steinern gepragte Gesicht nicht gar zu sehr aus der Nahe sahe.

Es verging eine kleine Weile, vielleicht war es auch eine lange Zeit, Kikjou stand wie im Schlaf, er machte die Augen nicht auf. Endlich sagte er — fast zu seiner eigenen Überraschung —:

„Jetzt werde ich es vielleicht schaffen."

„Was ?" fragte der Engel. Er hatte sich ein paar Schritte zurückgezogen; die Stimme kam nicht mehr aus so drohend-zartlicher Nahe.

„Nicht heute oder morgen..Kikjou redete wie zu sich selber, als ware kein Engel da. „Aber irgendwann. Mit der Zeit. Ich werde es sicher schaffen."

„Sprichst du von deinem Buch ?" Der Engel wuBte Bescheid; seine Frage vorhin war rein rhetorisch gewesen.

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