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dir bekannt sein dürfte; die schone Schweiz hingegen bleibt vorlaufig frei. Dorthin will dieser Junge. Er heiBt Dieter."

Der deutsche Deserteur war siebenundzwanzig oder achtundzwanzig Jahre alt. Sein blondes Haar fing an, an den Schlafen etwas dünn zu werden —: dies zeigte sich; denn er trug keine Mütze. Auf der Stirn und um den schmal gewordenen Mund gab es Züge, die ihn alter scheinen lieBen, als er war: Spuren ausgehaltener Leiden, eines langen Trotzes, standhaft ertragener geistiger Einsamkeit.

Kikjou bemerkte: „Er sieht überanstrengt aus. Wie schrecklich hart muB dieser Marsch für ihn gewesen sein!" — „Die Erlebnisse, die ihn zu seinem Abenteuer bestimmt haben, waren entschieden noch harter," versetzte der Engel. „Zu Anfang war er für die Nazis, mit gewissen Vorbehalten. Er schimpfte auf die Emigranten; an Freunde, die das Land verlassen hatten, schrieb er ziemlich krankende Briefe. Das war 1933Damals wollte er sich dem neuen Staat zur Verfügung stellen, er war voll guten Willens, sehr unwissend, und zu allem bereit. Wie lange hat es gedauert, bis ihm die Augen aufgegangen sind! Welch zaher, komplizierter ProzeB — und wie peinvoll es war! Enttauschungen ohne Ende; eine Qual, die niemandem anvertraut werden durfte; Ernüchterung, Beschamung, schlieBlich Ekel, Zorn und Aufbegehren —: eine lange Geschichte. Sie trug sich zu, wahrend ihr Heimatlosen durch die Kontinente gejagt wurdet. Ihr wart beschaftigt mit dem eigenen Schicksal: der Roman eures Lebens war kompliziert und schmerzlich genug. Die Grenzen, die euch von Deutschland trennen, sind unübertretbar. Dahinter ist für euch verfluchte Gegend; nur in Albtraumen werdet ihr hin versetzt. Es atmen aber dort Menschen, viele von ihnen leiden, sind heimatlos in der Heimat, man nennt sie ,die

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