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Beginn und Ende als Einleitung

November 1918 .. .

Nach vierundeinhalb Jahren Soldatseins bin ich heimgekommen — nicht in das kleine Gartenhaus am Schwanenmarkt, vor dessen Fenstern im Frühling 1914 die Glyzinen blühten, und in dem wir, junge Maler, Schriftsteller und Schauspieler in den heiteren Sommernachten bei Rheinweinbowlen und mit Lautenliedern fröhliche Feste feierten. Das neue Daheim ist eine kleine Wohnung in einer Mietskaserne, die im Proletarierviertel Oberbilk liegt. Von all der Herrlichkeit von Vor-dem-Kriege ist nicht einmal der Zivilanzug übrig geblieben. Ich bin aus den Kleidern von damals herausgewachsen und obendrein haben die Motten sie angefressen. Darum trage ich weiter die feldgraue Kluft, und im Brustbeutel, der darunter um den Hals hangt, sind noch ein paar Markstücke — Rest der letzten Löhnung, die irgendwo in Nordfrankreich vom Zahlmeister ausbezahlt wurde. In der Mietskaserne wohnen sechsundvierzig Familien. Die meisten Marmer haben keine Zivilanzüge mehr. Sie sind Soldat gewesen wie ich oder Arbeiter in den Munitionsfabriken. Nun sind sie Soldaten der Revolution. Sie tragen, wenn sie durch den Torbogen im Vorderhaus in die Stadt gehen, rote Armbinden, ein Gewehr über die Schulter gehangt und am Koppelzeug Handgranaten. In den Strassen sehe ich manche von ihnen auf Kreuzpunkten als Posten stehen. Dann machen sie ernste Gesichter, und die Bürger sehen sie scheu an. Oder sie marschieren in den bewaffneten Gruppen der Demonstrationen mit. Dann singen sie:

Der Rosa Luxenburg, der haben's wir geschworen —

Dem Karl Liebknecht reichen wir die Hand!

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