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er müsse für einen Augenblick zur Toilette. Als er zurückkommt, fragt Ebert: „Was ist das für ein Larm draussen? Er wird immer toller, und Spa schweigt immer noch! Gelassen, um einem Wutausbruch zuvorzukommen, sagt Scheidemann: „Ich habe die Republik ausgerufen, Fritz!" „Bist du verrukt Philipp?" brüllt Ebert auf. „Sollte uns Liebknecht zuvorkommen? Wir müssen retten, was noch zu retten ist" . . .

Damit hatte sich der Kostümwechsel vollzogen. Die Mehrheitssozialdemokraten übernahmen die Führung.

Wenige Wochen spater betraute Ebert Noske mit dem Oberbefehl der zu formierenden Regierungstruppen, nahm Noske, wie er in seinem Buch: „Von Kiel bis Kapp" selbst schreibt, diesen Auftrag mit den Worten an: „Meinetwegen I Einer muss der Bluthund sein! und setzte die alten kaiserlichen Generale wieder ein. Als Ebert und Noske die zu Hilfe gerufenen und in Zossen konzentrierten Freiwilligenkorps besichtigten, die in Berlin die Ruhe und Ordnung wiederherstellen sollten, klopfte Noske — der General Maerker teilt es in seinem Buch „Vom Kaiserheer zur Reichswehr mit Ebert, dem die Freude über die „stramme Haltung der mit klingenden Spiel vorbeimarschierenden Truppen aus dem Gesicht strahlte, auf die Schulter und sagte: „Sei ruhig, nun wird alles wieder gut werden".

Wie gut alles mit Hilfe der kaiserlichen Generale geworden zu sein scheint, illustriert eine kleine Geschichte, die mir Ernst Heilmann kurz vor seiner Gefangennahme erzahlte. Genossen Eberts warnten den Reichsprasidenten, er vertraue zuviel den alten Generalen. „Was wollt ihr denn wieder?" wehrte Ebert ab. „Die Herren stehen doch vor mir stramml" Dass der neue Firnis allerdings nicht nur bei den Führern auf dem alten Leib sass, zeigt die Geschichte

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