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dass der kampflose Untergang nur möglich war, weil viele die trügerische Hoffnung hegten, derselbe „Ruilhandel" wie 1919 werde auch 1933 zustande kommen, spiele man nur gut nach den politischen Spielregeln — nichts werde so heiss gegesen, wie es gekocht wird — ja weil andere — und ihre Zahl ist nicht gering — ernstlich glaubten, die neue Firma werde sie übernehmen, führten sie ihr nur Massen zu, wie die Republik einst zahllose Leute übernommen hatte, weil es ihr, mangels geistiger Vorbereitung, an Fachleuten fehlte.

Dieses Buch hat nun nicht den Zweck, die Fülle der Bücher über die Republik der vierzehn Jahre, dieses kurze Intermezzo in der Geschichte des deutschen Volkes, um ein weiteres zu vermehren. Das letzte Wort über diese Republik der vierzehn Jahre, die zu erleben und zu erleiden ein Teil unseres Schicksals gewesen ist, werden sowieso Geschichtschreiber schreiben müssen, die keine al te Wunde mehr brennt, die sich keiner begangenen oder geduldeten Sünde mehr zu schamen und keine gemachten oder mitgemachten Fehler mehr gutzusprechen brauchen, die vor allem nicht unter dem frischen Eindruck der verlorenen Freiheit stehen oder im ersten Rausch freiwilliger totaler Gefolgschaft leben.

Ich bin überzeugt — und zu dieser Ueberzeugung bin ich nicht erst in der Emigration gekommen, obwohl mir vieles erst ganz klar wurde, als ich aus dem verwirrenden Larm Deutschlands in die Stille des Landes kam, das mir nun Gastfreiheit gewahrt, — dass die Republik der vierzehn Jahre ein Koloss auf tönernen Füssen gewesen ist, ein Geschöpf der „Realpolitik", wie die Parteiführer sie auffassten. Diese Realpolitik berauschte sich an Parolen und Statistiken. Aber es fehlte ihr die visionare Schau. Zu schöpferischer Gestaltung war sie unfahig. Sie schmückte sich dekorativ mit den

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