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schrift „Die Gesellschaft schrieb: „Verdichtung und Steigerung der Wirklichkeit, auch was die Form angeht: Sonst kommen wir zu nichts! Die Jugendbewegung, die ein paar junge Studenten um die gleiche Zeit entfesselten, schien zunachst ganz von der Kunst wegzuführen, obwohl auch ihr Ziel „Verdichtung und Steigerung der Wirklichkeit" war. Sie strebte aus den grossen Stadten fort in die Natur. Die grossen Stadte, die in Belgien Emile Verhaeren hymnisch besang:

O, die Zukunft, wie man doch ihre Gewalt In diesen Stadten von dunklem Basalt Das Gebalk ihres Kerkers zersprengen hört

In diese Stadte, die nachtiger Schauer Und die Flamme der roten Feste ummauert, Schliesse dich ein,

Mein Herz, um gross und gewaltig zu sein! — (Uebersetzung von Stefan Zweig.)

die Stadte waren dieser deutschen Jugend nichts anders wie die Orte, wo die Konventionen des neunzehnten Jahrhunderts zustande gekommen waren. Und gegen diese Konventionen lehnte sie sich auf. Im Aeusserlichen: sie schnitt die langen Hosen ab, sie verdammte die Manschetten, das Chemisette oder Vorhemdchen und den steifen Kragen, den steifen Filzhut und den Strohhut, den dünnen Spazierstock und die umstandlich gebundene Krawatte. Die neue Jugend ging am liebsten in kniefreien Hosen. Sie trug das ungestarkte Leinenhemd und liess sich die Haare lang wachsen, ohne sie mit Pomade und Brillantine zu scheiteln. Die Kleidung des Cafés — das Café war der meist besuchte Versammlungsort der Gesellschaft im 19. Jahrhundert — war ihr ein Greuel.

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