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Denn sie verabscheute die ganze Athmosphare, die das Caféhausleben umgab. „Café" wurde das Schimpfwort für alle bürgerliche Konventionen.

Da Widerstand gegen die Bewegung schnell und meist verfehmend sich regte, grüssten diese jungen Menschen sich nicht mit den bisherigen Grussformeln sondern wünschten sie sich „Heil!"

„Heil" wurde in den Hallen der Universitaten zum Streitruf der Studenten, die mit dem Komment der studentischen Verbindungen und den Trinksitten den ganzen Nepotismus der farbentragenden Korporationen verwarfen und die gute Karrière, die man durch die Gunst „Alter Herren" machen konnte, verachteten. Sie verspotteten den auf dem Paukboden der Mensuren angedrillten Mut: „Grade wie die wilden Oberbayern, die mit langen Messern blutige Festen feiern, ficht der Student nach dem Komment mit Sabel und Rapier zum Piasier!" — und das Saufen nach feierlichemZeremoniell: „Schadet 's Saufen auch dem Intellekt, wir saufen doch: es langt ja, was im Schadel steekt, für den Staatsdienst noch!" Einen „Steinklopferhut" mit einer Habichtsfeder geschmückt fanden sie schoner als das teuerste seidengestickte Cerevis und ein paar Sandalen schoner als hohe, sporenklirrende Lackstiefel, ein Lautenband schoner als das Verbindungsband.

„Heil" wurde zum tröstenden Bekenntnisschrei in den Höfen der Gymnasien und Oberrealschulen für die jungen Gymnasiasten, die sich nicht für die geheime Schülerverbindung — in dem Komment und in den Trinksitten Nachahmungen der Studenten▼erbindungen — „keilen" liessen und deswegen von ihren Mitschülern an die Pumpe „gekreuzigt" wurden. Schmunzelnd sahen die Klassenlehrer — selbst „Alte Herren" ■— dieser grausamen Qualerei zu, bei der den Opfern das krumme Ausflussrohr der Pumpe in

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