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ung aller Jugendverbande zu einer grossen Jugendorganisation, traten auch die inneren Gegensatze in Erscheinung, die zwei Jahre spater auf dem Konvent auf dem „Hohen Meissner" die Jugend des neuen Jahrhunderts vor den Scheideweg steilten.

H. KAPITEL Der Scheideweg

Das II. Reich, von Bismarck geschaffen, hatte die Traume der Romantiker, dass im Zusammenklang von christlich-religiösem und nationalen Wollen eine alle Deutschen umfassende Einheit der Nation erstehen möge, nicht erfüllt. Die Nation, die Antike und das Christentum hatte Friedrich Wilhelm Schlegel als die echten Krafte dynamisch-geschichtlichen Zusammenhangs bezeichnet. Als die deutschen Bürger 1848 versuchten ihre Revolution zu machen, schrieb der alte Freiherr von Eichendorff: „Es ist töricht. . ., dass die seichten Aufklarer und ihre terroristischen Nachfolger die ganze grosse Vergangenheit ausstreichen, um ihre kleine Gegenwart an ihre Stelle zu setzen; aber es ist ebenso töricht, die Gegenwart mit ihren unabweisbaren Existenzen zu ignorieren und das Vergangene als Zukunft fixieren zu wollen, als ob nicht alle drei Zeitverwandlungen ein unzertrennlicher Strom waren". Um die gleiche Zeit schrieb Karl Marx „Das kommunistische Manifest". Neue politische und geistige Fronten hatten sich gebildet. An ihrer Geschlossenheit war der Anlauf der Romantiker zu einer politischgeistigen Einheit der deutschen Nation gescheitert.

Aber die Hoffnungen der aufklarerischen Bürger waren auch nicht in Erfüllung gegangen.

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