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Als all das, was durch uns gedeiht,

Um so kühn zu sein, wie die Vögel sind.

Nur Zeit!

Nicht ldassenkampferisch erregt, sondern erfullt von dem ethischen Gefühl, dass ohne soziale Gerechtigkeit neue Gemeinschaft nicht werden könne, naherte sich die neue Jugend des Bürgertums dem Arbeitsmann — dem Werktatigen. Schon in der Pragung dieses Worts: Werktatiger, d. h. ein durch Werk Tat Vollbringender für Arbeiter kann man eine neue Einstellung zum Arbeiter erkennen. Damit hatte die Jugendbewegung den Anschluss an die Zeit gefunden. Aber ihre Konzeption war erst vollendet, als diese Zeitnahe durch ein dynamisches Geschichtsbewusstsein gestützt wurde. Dann erst zeigten sich aber auch deutlich die Richtungen in die Zukunft.

An der hessischen Landesuniversitat dozierte damals ein Enkel Gottfried Kinkels, des Dichters aus der Zeit der Biirgerrevolution von 1848. Er war Privatdozent. Er war sozialistischer Ideen verdachtig und deswegen nie Honorarprofessor geworden. Seine sprichwörtlich gewordenen fünf Hörer verkehrten auch in seinem Hause. Zu ihnen gehörten die Darmstadter Wandervögel, nachdem sie zur Universitat gegangen waren. Auf den abendlichen Zusammenkünften im Hause dieses Privatdozenten hielt Kinkel seinen jungen Freunden gerne Privatissima. Eines davon handelte von dem Dichter Georg Büchner.

Kinkel hatte in seiner Bibliothek ein Exemplar der ersten Ausgabe von Büchners Werken stehen, das ihm sein Grossvater vererbt hatte. Mehr als die Werke selbst, erregte zunachst das Leben dieses Dichters die Herzen der Studenten.

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