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Liebe, zu der sich mein liebebedürftiges Herz hingezogen fühlt..."

Kunst als Religionsersatz — Denken um des Denkens willen — ohne Ursprung und Ende in einem verbindenden Gemeinsamen — nannte man typische Kennzeichen des Literatentums. Man muss die endlosen Debatten über die Besetzung von Funktionen mit „Intellektuellen und Literaten" in der sozialistischen Bewegung, solange sie revolutionar war, mitgemacht haben, um zu wissen, wie sehr auch das „klassenbewusste Proletariat" „diese typisch bürgerlichen Gesellschaftserscheinungen" für „unzuverlassig und zersetzend" angesehen hat.

Das Misstrauen gegen die „Intellektuellen und Literaten" wurde durch den Umstand verstar kt, dass diese „Kopfarbeiter" von der Erzeugung und dem Verkauf ihrer „Geistesprodukte" ihr Leben fristen mussten. Man kann nicht leugnen, dass sie, in einer Gesellschaft lebend, in der sich der Konsum nach Angebot und Nachfrage regelt und durch geschickte Propaganda gesteigert werden kann, dabei manchmal zu Mitteln griffen, die — im geschaftlichen Leben zwar nicht einwandfrei aber doch erlaubt — das geistige Produkt zur Ware erniedrigten und in den Augen der Masse verdachtig machten.

Dieses Misstrauen wuchs, je mehr der immer grösser werdende Ueberschuss der Universitaten in Industrie und Handel oder im Staatsdienst keine Stellen fand und je mehr die Zahl derjenigen stieg, die, fortgekommen aus der Jugendbewegung, einem Staate nicht dienen wollten, dessen Organisation sie nicht billigten. Die spater zum Kommunismus übergetretenen Schriftsteller der damals jungen Generation — man nennt sie heute gerne noch die „Die Jüngeren" oder „Die Jüngsten", womit man ihre Kunst charakte-

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