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sich von dem Dichter des „Rhythmus des neuen Europa" das nationale deutsche Problem: „Alle diese Jüngsten haben sich mehr oder weniger von dem, was die eigentliche nationale Starke deutscher Kunst ausmacht, haben sich von der gesunden Schwere, von der unverwaschbaren Sprache, von dem deutschen Gemüt, von der Vertiefung, die die anderen Völker an uns rühmen oder uns auch als „Philosophiererei" zum Vorwurf machen — entfernt".

Wer schrieb diese nachdenklichen Satze in sein Tagebuch? Ein Kunstkritiker? Ein Privatdozent für Aesthetik? Ein bekannter Dichter? Nein! Ein zweiundzwanzigjahriger Anstreichergeselle, dessen Eltern vor Armut nach Amerikausgewandert waren. Wohl hatte er viele Gedichte gemacht und seinem einzigen Freund auf sonntaglichen Wanderungen in die Umgebung vorgelesen, aber noch keines dieser Gedichte war veröffentlicht. Bis ihn — 1914 — Richard Dehmel entdeckte und an den Kreis der „Werkleute auf Haus Nyland" empfahl.

Dieser Kreis von Dichtern, die alle Werktatige waren und Werktatige bleiben wollten, hat seit 1914 mehr als irgendein anderer Dichterkreis das geistige Leben Deutschlands beeinflusst. Trotzdem ist er ausserhalb Deutschlands fast ganz unbekannt geblieben. Begründet von einigen rheinischen Katholiken, — an ihrer Spitze Jakob Kneip, ein Bauernsohn, und Josef Winkler, ein Zahnarzt, schlossen sich ihm bald auch Nichtkatholiken aus den verschiedensten deutschen Gauen an. Seine drei bekanntesten Dichter wurden: Hein Lersch, der Kesselschmied aus München-Gladbach, Karl Bröger, ein sozialdemokratischer Arbeiter aus Süddeutschland und Max Barthel, ein Buchdrucker, der aus Mitteldeutschland gebürtig war, aber in Berlin arbeitete.

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