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wurden Hindenburg und Ludendorff nicht zu Vollstreckern der proletarischen Weltrevolution, schlugen deutsche Handwerker, Bauern und Arbeiter nicht dem zaristischen System den Schadel ein. Russische Handwerker, Bauern und Arbeiter wurden von ihnen zu Abertausenden in die masurischen Seen und Sümpfe gejagt. Die Blüte der deutschen Nation verblutete indessen vor Verdun, blieb in den englischen Stacheldrahten auf flandrischen Feldern hangen, wurde in den Sümpfen Wollyniens und Mazedoniens vom Fieber zerfressen, in den Granattrichtern an der Somme und vor Ypern von Granaten zerrissen.

Aber wer A sagt, muss auch B sagen. Als der kaiserliche Imperialismus die Verteidigungsmaske fallen liess und das Angriffsgesicht unverhüllt zum Vorschein kam, gab die sozialdemokratische Partei, ratlos, nachdem sie in die Rader der imperialistischen Kriegsmaschinerie geraten, den starken Mannern, d.h. den Generalen, Vollmacht. Sie verlor endgültig den Kopf, als die starken Manner eingestanden, dass die Kraft von ihnen gewichen und der Krieg nicht mehr zu gewinnen sei.

Kopflose Menschen, die weiterleben, gibt es nur in der gedankenreichen Welt der Sprache und nicht in der Welt der ausseren Realitat. Und da man, wie der Dichter sagt, nicht mitten im vierten Akt stirbt, lebte die deutsche Sozialdemokratie weiter. Sie fand auch schnell eine neue „Ideologie". Denn „dort, wo die Begriffe fehlen, stellt sich ein Wort beizeiten ein".

Wie anders zog diejunge deutsche Generationins Feld und wie anders kehrte sie heim! Gewiss: auch bei ihr sucht manindenAugusttagenvon 1914 vergebens das denkende Hirn. Aber ihr glühendes Herz fühlt man in jedem Gedicht, in jedem Brief und in jeder Tagebuchaufzeichnung der Kriegsfreiwilligen schlagen. Mit dem Wort „Deutschland" auf den Lippen hatte sie die

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