Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Mit Langemark beginnt der Leidensweg der Ernüchterung für einen grossen Teil der Jugend. „Diesem Krieg fehlt die Seele — man denke an die Faden, die hüben wie drüben Kapitalismus, Regierungscliquen und Diplomatie im Trüben zogen und ziehen," schreibt Gerrit Engelke 1915 in einem Brief. Und am Ende dieses Jahres an Jakob Kneip: „Dein: jetzt heisst es leben oder sterben — für ein ganzes Volk, wirkt auf denSchützengrabenmenschen wie eine Hurraphrase" — 1916 an August Deppe: „Jeder Tag ist hier Oede ringsum. Innerliches Selbstbesinnen oder gar Aufschwung zum Dichten (welches die Herren Kriegsdichter in der Heimat beim Ofen so glanzend und spielend besorgen) ganz unmöglich. Die einzigen Narkotika gegen die ekelerzeugende Leere sind für uns Tabak und Schlaf". Im Frühling 1918 an den Schweizer Verleger und Schriftsteller Carl Seelig: ,,Nach dieser allgemeinen Mörderei muss besseres, geeinteres neues Europa erstehen." Und wenige Tage vor seinem Tode, im Oktober 1918, aus einem Erdloch in einem Eisenbahndamm bei Cambrai an Jakob Kneip: ,,Der in den letzten Jahrzehnten in allen Landern riesenhaft aufgestandene Industrie-Materialismus stürzt in blinder Tierheit gegenseitig aufeinander los und zertrümmert sich selbst. Moge dieser Selbstmord vollkommen sein, damit der reinen Vernunft zum Siege verholfen werde, und ein neues Leben der Menschheit auf den Ruinen Europas erstehe. Ein Durchbruch Deutschlands zum „Weltvolk" . . . hatte nur einen neuen, gigantischen Triumpf des Materialismus bedeutet."

Des jungen Dichters Gerrit Engelke Ernüchterung ist typisch für die eines ganzen Teils der jungen deutschen Generation.

Er erlebte die Drucklegung seines ersten und einzigen Bands Gedichte „Rhythmus des neuen Europa" nicht

Sluiten