Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

!

jungen Franzosen introduziert hatte, fand die Arbeiten dieser „Allerjüngsten" zu „wild". Eine Frau aus dem Volke, die gute dicke Mutter Ey, die vor dem Kriege zwischen der Kunstakademie und dem Schauspielhaus in einer Volkskaffestube Butterbrote geschmiert und Kaffe geschankt hatte, nun aber bei der Kunsthalle einen kleinen Kunsthandel trieb, gewahrte ihnen Unterkunft. Mutter Ey ist spater berühmt geworden. Als sie uns Heimkehrern Strümpfe und wolleneJackenstrickteKaffe kochte und Butterbrote schmierte, uns in der Hangematte und auf dem alten Sopha schlafen liess, wenn wir keine Bleibe hatten, als sie das erste Bild von Ott Dix kaufte, es auf dem Speicher hinter Gerümpel versteckte und log: ein Kaufer habe so grossen Gefallen daran gefunden, dass er dreihundertfünfzig Mark dafür bezahlt habe, dachte sie noch nicht daran, dass in ihrem kleinen Laden mit dem Hinterstübchen, der Küche und dem Hof sich einmal Menschen aus aller Welt einfinden würden, um jenes Stück malerischer Entwicklung zu sehen, das in den offiziellen stadtischen Ausstellungen nicht gezeigt wurde. Der „KunsthandelJohanna Ey" war ein Trödelladen wie es deren in jeder Kunststadt Dutzende gibt. Als „Das Ey" wurde er zum Sammelpunkt der Jungen: Gert Wollheim, Otto Pankok, Otto Dix, Hermann Baptist Hundt, Jankei Adler und ihrer auslandischen Freunde. Vom „Ey" aus wurde die erste grosse internationale Kunstausstellung organisiert, die nach dem Kriege in Deutschland stattfand. Dabei war die grösste Schwierigkeit, nicht die Widerstande der auslandischen Maler zu überwinden sondern die der republikanischen stadtischen Behörden. Diese gaben namlich den Protesten der „Alten Künstler" — die alle darauf hinausliefen: Werke von Künstlern aus den „Feindbundlandern auszustellen, solangeTeile von Deutschland von den„Feinden'

Sluiten