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besetzt seien, kranke den nationalen Stolz — nach und weigerten Ausstellungsraume. Aber die Ausstellung fand doch statt. Das Warenhaus Tietz steilte dafür ein Stockwerk zu Verfügung. Und sie wurde ein grosser Erfolg, obwohl kein Reprasentant der republikanischen Behörden sie eröffnete.

An dem Tage ihrer Eröffnung sassen wir nun abends in einer Bar: Deutsche, Franzosen, Englander, Amerikaner, Polen, Japaner, Chinesen, Spanier und viele aus anderen Landern. In einer Ecke des Lokals hatte sich Alex, ein alter Marinemaler, vor Kummer einen Rausch angetrunken. Plötzlich kam er in unsere Gesellschaft und setzte sich neben mich. Weinend sagte er: „Deine Jungens haben es gut" — er nannte die ,,EyLeute" „meine Jungens", weil ich lange Zeit als einziger Publizist über sie in einer kleinen Wochenzeitung geschrieben hatte — ,,Deine Jungens können abstrakt malen — aber ich" — sein Weinen ging in Schluchzen über — „ich kann nicht mehr malen: mir haben sie im Friedensvertrag von Versailles das Motiv gestohlen. Wir haben keine Kriegsflotte mehr."

Einem grossen Teil der Künstler war tatsachlich seit 1918 das Motiv abhandengekommen. Nachdem sie im Kriege vierundeinhalb Jahre lang Kavalleriepatrouillen, reitende Artillerie, schiessende Artillerie, Infanterie im Angriff, Flieger im Gefecht, Unterseeboote beim Feuern auf Handelsschiffe, Zeppeline beim Bombenwurf gemalt hatten, war nach dem Rausch der Katzenjammer über sie gekommen. Und mit den Dichtern und Dramatikern war es nicht viel anders. Der Absatz stockte. Die Kunstfabrik lag still. Der schwarmerisch-ekstatische Schrei der Jungen aber klang Vielen — und es waren die Meisten, die sich nach den Aufregungen des Krieges nach Ruhe sehnten und sich durch die in der Luft hangende Revolution bedroht

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