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Triumpfe zahlt Geschichte tausendfach —;

Doch zu dem bittren Schmerzenswörtlein „Ach!" Neigt sich Erlösung eines Siegers Christ.

Wir wollen keine Rache. Nur Erkennen,

Ganz aus uns selber reine Flamme werden. Bis unsre öden Nachte wieder warm, —

Von stillen Feuern ernster Arbeit brennen. Ein neues Volk auf neu bestellten Erden An des Jahrtausends lebensfestem Arm.

Hört man auch diese Töne, so ist man nicht mehr darüber erstaunt, dass ein Teil der jungen, in Aufruhr gekommenen deutschen Generation, vor allem auch der Dichter, spater, als sie ihre Traume und Hoffnungen durch die Republik der vierzehn Jahre enttauscht sah, sich, resigniert, hinter die mit dem Flittergold aesthetischer Traume vergoldeten Gitter in stolze Einsamkeit zurückzog, oder sich hinter die Fahnen der völkischen Bewegung scharte.

Die Frage, wer und was das Volk sei, wurde auch im November 1918 nicht gelost. So konnten die einzig wahren „guten Republikaner", die Sozialdemokraten den Namen des Dichters Kurt Heynicke auf ihr ideologisches Aushangeschuld setzen, weil er die Verse geschrieben hatte:

Mein Volk,

blüh ewig, Volk,

Du traumst dir Zukunft an die Brust.

Einst wird kein Tag mehr deinen Traum zerschlagen,

Die Berge deiner Seele werden in den Himmel ragen

und uns erheben,

uns,

das Volk,

Ich bin ein Baum in Walde Volk.

Und meine Blatter speist die Sonne.

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