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visch gebraucht), ags. ymest (s. Ehrismaun, Beitr. 18, 232), zu apr. wckapraefix zur superlativbildung.

auk denn, namlich, an. ank dazu, darauf; auch, ags. éac, afris. aJc, as. dl, ahd. owh auch wird gewöbnlich zu a u k a n gestellt. Einige halten es aber für identisch mit gr. avye widerum, hingegen, ferrier.

aukan wachsen, zunehmen, mehren, an. aula hinzufügen, vermehren, ags. éacian (dazu das starke part. éacen), as. ölian (dazu das starke part. ölcari), ahd. ouhhön vermehren, urverwant mit lit. augti wachsen, augmti erziehen, lat. augeo vermehre, augustus erhaben, avest. aojah-, ai. ójas kraft, macht, ugra- gewaltig. Eine s- weiterbildung derselben wz. liegt vor in lit. aulsztas hoch, gall. Uxellodünum Hochstadt, air. ós, ttas über, lat. auxïlium zuwachs, verstarkung, hilfe, gr. ocu^xvca ver¬

mehre. Vgl. wahsjan, wakan und wökrs.

aürahi f. grabeshöhle (wol nicht aurahjo), vielleicht ein fremdwort: Bugge (Idg. forschungen 5, 177) vermutet armenischen ursprung, ohne j edoch das etymon nachweisen zu können.

aüi'ali n. schweisstuch, aus lat. orale.

aürkeis m. krug, ags. ore aus lat. urceus. Aksl. vruêï ist aus dem gotischen entlehnt.

aürtigards m. garten, ags. ortgeard baumgarten, aus aurti- (s. aurtja) und gards. Aksl. vrütogradü beruht auf aürtigards oder einer ahnlichen altgerm. form.

aurtja m. gartner, ableitung von aurti- krautj an. urt, eher verwant mit waiirts als, wie Kluge (s. Pauls Grundr. I2, 339) vermutet, aus lat. hortus entlehnt. Lidén (Ein balt. slav. anlautgesetz 23 fussnote) stellt aurti- mit ahd. orzön excolere zu aksl. rastq wachse (*orstq), albau. rit wachse, mache gross.

ausö n. ohr, an. eyra, ags. éare, afris. are, as. ahd. öra, urverwant mit lit. ausls, aksl. ucho (gen. usese} ohr, usi die beiden ohren, air. au, ó, lat. auris, aus- (in auscultare), gr. ovq (gen. urós) ohr, ion. oöotrx ohren, avest. usi ohr. Auf got. *ausa-hriggaoder *ausi-hrigga- (vgl. ahd. örring) beruht aksl. user§gu, usergzï ohrring: dass ring auch im gotischen vorhanden war, wird noch durch krimgot. rinck, ringo bestatigt. ~ au{)S öde (oder aupeisl), an. audr, ahd. ödi, nach Froehde (Bezz. Beitr. 20, 195 f.) zu gr. uö<7io<; leer, eitel, vergeblich, umsonst (aus Es gab im germ. auch ein gleichlautendes adj. mit der bedeutung 'leicht', das wahrscheinlich etymologisch verschieden ist. Von aups abgeleitet ist aupida f. einöde, wüste: vgl. ahd. ödi, das im gotischen *aupei lauten wiirde, und das neutrum an. eyde.

awêji n. schafherde, mit ags. éowde, ahd. ewit zu *awi-, an. ser, ags. éowu, as. euui, ahd. ouvn, ou, lit. avis, aksl. ovi- (nur ovïca), air. ói, lat. ovis, gr. iïïc, ole, ai. dvi- schaf. Awêpi ist eine collectivbildung, welche sich mit lat. vinëtum, frutieëtum u. s. w. vergleichen lasst (van Hel-

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