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15, 225 f. und Osthoff, Beitr. 18, 255 f.

' balwawësei f. bosheit, muss vielleicht *balivaweisei geschraeben werden (vgl. Mndarweisei arglist, s. hindarweis). Das erste compositionsglied balwa- ist gemeingerm.: an. bol, ags, bealu, as. balu, abd. halo verderben, übel. Davon abgeleitet ist balwjan qualen, an. bolva verfluchen. Ausserhalb des germ. vergleicbt man wol mit recht aksl. bolt krank, bolï krankheit, bolêti schmerzen leiden. Bugge (Beitr. 1-3, 182) und Osthoff (Beitr. 18, 256) denken aber an zusammenhang mit gr. oXoót; verderblich, indem sie das b für praefixal halten: nach Bugge lage hier idg. *po- vor, was lautlich nicht zu rechtfertigen ist; nach Osthoff ware das b in balwa- aus idg. *blii-, *bhy- zu erklaren. Noch anders Schrader (Kuhns Zs. 30, 466), nach welchem bahva- mit hit. f allo betrüge, gr. xttoQuKioi; nichtig, Qyixós betrü-, ger zu verbinden ware, und Bezzenberger (Bezz. Beitr. 21, 316 fussnote), der gegen die lautgesetze ai. hvar- schief gehen vergleicht.

bandi f. band, fessel, ags. bend, afris. bende, as. pl. bendi, zu bindan. bandjam. gefangener, zu bindan. bandwa, bandwö f. zeichen, mlat. longobard. bandum banner (franz. bannière, ital. bandiera, span. bandera ist germ.). Dazu bandwjan, an. benda ein zeichen geben. Zusammenhang mit gr. (pxiva zeige ist unsicher.

bailja f. wunde, an. ags. ben, as. beni- in beniwunda, zu an. bane, ags. bona, as. bano mörder, ahd. bano

tod, verderben. Gehort germ. banmit ablautsentgleisung zu air. benim schlage, bret. benaff schneide, aksl. biti schlagen (s. Zupitza, Die germ. gutturale 30 f.)? Gr. <póvo; mord (zu Bsivo) schlage u. s. w.) darf nicht herangezogen werden.

— baiists m. scheuer ist verwant mit au. bass, ags. bóts kuhstall, mhd. banse scheune (das unbelegte skr. bhïua- kuhstall wird besser zur seite gelassen). Windisch (Idg. forschungen 3, 76 f. f.) vergleicht dazu air. béss gewohnheit, sitte und beruft sich wegen der bedeutung auf gr.

wohnung, stall, gewohnheit, herkommen, sitte. Yerfehlt ist Schraders versuch (Kuhns Zs. 30, 483 f.) bansts mit gr. tru-Qeóc, trv-Qciic schweinestall zu vermitteln, welche combination auch bei Feist (Beitr. 15, 546 f.) keine zustimmung gefunden hat.

barbarus m. barbar, aus @dp@xpo<;. ^ barizeins von gerste bereitet, abgeleitet von *baris gerste, an. barr getreide, ags. bere gerste, urverwant mit aksl. brasïno speise, russ. borosno roggenmehl, serb. buig. brasno mehl (s. Pedersen, Idg. forschungen 5, 54) und mit lat. far (gen. farris) spelt. Vgl. auch aksl. buru eine hirsenart.

— barnis m. schoss, busen, an. barmr, ags. bearm, as. ahd. barm, zu b a i r a n. Identisch gebildet ist gr. Qoppóg tragkorb.

— barn n. kind, krimgot. baar knabe, an. barn, ags. bearn, afris. bern, as. ahd. barn kind, vgl. lit. bérnas knecht, jüngling. Dazu barnisks, an. bernskr

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