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lit. junktas, gewohnt, junkti gewohnt werden, jaukmti gewöhnen, aksl. vylcnqti sich gewöhnen, uciti lehren, ai. ucyati findet gefallen an etwas, ist gewohnt, ucitd- gewohnt, angemessen, entsprechend, óJcas behagen, gefallen, wohnstatte.

biups m. tisch (so und wol nicht biup n.), an. bjódr, ags. béod, as. biod, ahd. beot, piot, zu -biudan in anabiudan. Aus got. biuda- ist aksl. bljudo, bljudu, bljuda, bljudva schüssel entlehnt. Das wort bedeutete urspr. den gegenstand (tisch, schüssel), worauf etwas vorgelegt oder dargeboten wird.

biwaibjan umwinden, an. veifa in schwingender, zitternder bewegung sein, ags. ivdfian schwanken, ahd. ziweibjan zerstreuen, weibön schwanken, schweben, unstet sein, urverwant mit avest. vip- werfen, entlassen, ai. vépate regt sich, zittert, bebt, vipas- erregung, begeisterung, vtpra- begeistert, sanger, dichter. Neben idg. *weip- steht *weib- in weipan.

— Mwindaii umwinden, einwickeln, dugawindan verwickeln, uswindan fertig winden enthalten das gemeingerm. *windan winden, wickeln: an. vinda, ags. as. ahd. windan. Dazu das causativum wandjan. Ausserhalb des germ. sind noch keine beziehungen gefunden: nian vermutet ursprüngliche zugehörigkeit zur ei-, i-reihe und vergleicht die idg. wz. *wei-, *wi- winden, woraus germ. *wind- weitergebildet sein könnte (ygl. baürgswaddjus, wein). blandai! mischen, an. blanda, ags.

as. hlandan, ahd. blantan, damit ablautend blinds und an. blunda die augen schliessen, blundr schlummer, urverwant mit lit. blandyti die augen niederschlagen, blendzius verfinstere mich, bluta wird abend, priblïsta fangt an finster zu werden, pryblindè, priblind\mas abenddammerung, aksl. blqditi, blgsti irren, blqdü irrtum, hurerei, bl§dï betrug. Hierher gehort noch germ. *blunda-, mlat. blundus, blondus blond, eigl. 'gemischt' (ygl. ags. blanden-feax). Ausführlich handelt über diese sippe Lidén (Stud. zur aind. und vergl. sprachgeschichte 76 f. f.), der lit. baldndis, baldndè wilde taube, baldnda melde und ai. bradhnd- rötlich, falb (*bhlndhno-t) heranzieht. Nach ihm ware der ursprüngliche sinn der wz. 'dunkel, triibe machen' und trate dieser noch deutlich in germ. *blunda- hervor (dann hatte sich die bedeutung 'blond' nicht aus 'gemischt' entwickelt).

I)lauj)jan entkraften, an. bleydasJc zaghaft werden, as. blödian, ahd. plödjan schwach, zaghaft machen, denominativum yon *blaupus, an. blaudr, ags. bléaS schwach, kraftlos, as. blödi, ahd. plödi gebrechlich, schwach, zaghaft. Bugge (Beitr. 13, 180 f.) halt das b in *blaupus für ein praefix und denkt an zusammenhang mit lit. paliduti aufhören. Mehr empfehlung verdient die anknüpfung an gr. CpXmvpoq gering, 3chlecht, wertlos (daneben ius #$A«DA«?).

bleij)jaii mitleid haben, barmhersig sein, ahd. bilden sich freuen, zu d1 ei J)s.

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