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ibröpraluböl), s. brö[)ar und liufs.

brükjan gebrauchen, an. bruka, ags. brucan, as. brükan, ahd. brüchan, s. brüks.

brülis brauchbar, ags. bryce, ahd. prüchi, zu lat. frügës nutzen, friichte, fruor (aus *frugvor) geniesse. Daneben steht eine wzform ohne r in lat. fungor gebrauche, ai. bhunajmi geniesse (vgl. brikan).

brunjö f. brünne, panzer, an. brynja, ags. byrne, abd. brunja, brunna (aksl. brunja ist lehnwort aus ahd. brunja), ein wort dunkelen ursprunges. Friiher steilte man es des erzglanzes wegen zu brinnan, jetzt denkt man an zusammenhang mit air. bruinne brust (vielleicht ist brunjö aus dem keltischen entlehnt). Zu beachten ist noch bask. burni, burdin eisen (s. Versl. en Meded. der Kon. Akad. 3e Keeks, 8, 205 f.).

brunna m. brunnen, quelle, krimgot. brunna, an. briinnr, ags. afris. burna, as. ahd. brunno, darf wegen air. brennim sprudele zu brinnan gestellt werden. Weniger wahrscheinlich ist verwantschaft mit gr. Cppixp brunnen, armen. a\beur quelle (s. Johansson, Bezz. Beitr. 18, 36 f.).

brusts f. pl. brust, ahd. brust, dazu mit ablaut an. brjóst, ags. bréost, afris. briast, as. briost, vgl. etwa air. bruinne brust, das aber eher mit brunjö zusammengehört. Vielleicht ist brusts als- 'die aufschwellende' mit as. brustian knospen, slov. serb. brst, klruss. bróstï knospe zu verbinden, welche uns in die sippe von an. brjóta, ags. brèotan brechen, mhd. briefen hervorbrechen,

aufschwellen, knospen hineinführen. Ygl. auch ags. brysan brechen, air. briüm zerschlage, zerschmettere (zunachst aus *brüsyo). Yergebens hat Bugge (Beitr. 13, 320 f. f.) versucht brusts mit aksl. prüsi brüste zu yermitteln.

brujifa{)S m. brautigam, hundafaps m. befehlshaber über hundert mann, synagögafapb m. yorsteher einer synagoge, püsundifaps m. befehlshaber über tausend mann enthalten ein sonst nicht belegtes -faps herr, das mit lit. pats ehemann, lat. potis vermogend, gr. ttoV/s gemahl, avest. paiti-, ai. pati- herr identisch ist. Aksl. gospodï herr ist nach Hirt (Beitr. 23, 333) aus got. *gastifaps entlehnt (vgl. dazu lat. hospes, gen. hospitis gastfreund).

briijts f. (braut), schwiegertochter, an. bruilr, ags. bryd, as. brüd, ahd. brut braut, eigl. ein verbalabstractum idg. *mrüti- versprechung, verlobung zu avest. mraomi, ai. bravïmi spreche, sage (s. Beitr. 22, 188 und Hirt, Beitr. 22, 234). Anders, aber verfehlt Bugge (Beitr. 13, 184 f.). Das krimgot. scheint ein anderes wort für 'braut' gebraucht zu haben, namlich schuos (vielleicht druckfehler für *schnos — got. *snus schnur, schwiegertochter, vgl. an. snor, snjr, ags. snoru, ahd. snur, snura, aksl. snücha, lat. nurus, gr. vuis, armen. nu, ai. snusa, Holthausen, Anz. f. d. altertum 24, 33). Auch das krimgot. wort für 'hochzeit' (marzus mit z — p zu lit. mart/i braut, Solmsen, Kuhns Zs. 35, 481 f. f.) ist uns durch Busbeck erhalten geblieben.

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