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gaïbnjan ebnen, vgl. an. jafna, ahd. ëbanön, zu ibns.

gaidw n. mangel, ags. gdd mangel, armut, afris. gdd etwas erwünschtes, as. gen. pl. gëd{e)ono, mit ahd. git gier (dazu ags. gitsian, mhd. gïtsen habgierig sein) zu lit. geidziu begehre (inf. gêisti), aksl. êidq warte (inf. zïdati). Andere trennen gaidw von ahd. git u. s. w. und stellen es zur idg. wz. *yhë{i)- in gr. %t"itoc mangel, z'~1P°S verwaist, entblösst, avest. zazaiti, ai.jahati verlasst, hinaverlassen, niedrig, mangelhaft, ermangelnd (vgl. Schulze, Kuhns Zs. 27, 423).

gailjan erfreuen, mhd. geilen, denominativum von *gails, ags. gal, as. gêl, ahd. geil mutwillig, üppig, ausgelassen, lustig, urverwant mit lit. gailus scharf, atzend, jahzornig, mitleidig ('man gailu mir ist leid), aksl. dzëlu heftig (skr. hela leichtsinn, sorglosigkeit, übermut gehort kaum hierher). Anders Schröder, Zs. f. d. altertum 42, 64 f.

gairda f. gürtel, an. gjorit, dazu mit tiefstufe der wz. an. gyrdell, ags. gyrdel, ahd. gurtil, gurtila (vgl. big air dan). Man denkt gerne an zusammenliang mit gards. Fick (Bezz. Beitr. 17, 321 f.) vergleicht die Hesychischen glossen xopbéhxi • ffótrrpoQot (trapoi) und xopS/Aas? xx) xópStv ■ (tou? trcopoiis) xtx) rvji/ vuiTTpoipyv, wa3 wegen der bedeutung wenig zu empfehlen scheint.

galrdan, s. bigairdan.

galmei f. begehr, verlangen, ahd. gè'rnï und gatrnjan begehren, an. gima, ags. giernan, as. girnian sind

abgeleitet von dem adj. -gairns begierig (in faihugairns geldgierig), an. gjarn, ags. georn, as. ahd. gërn, das mit russ. zdrkij begierig, lüstern, zdritï lust erwecken, reizen, umbr. heriest, osk. herest er wird wollen, lat. horior ermuntere, hortor ermahne, gr. %ulpa> freue mich, ai. hdryati hat gern, begehrt zu einer idg. wz, *yher- begehren, streben gehort. Sütterlin (Idg. forschungen 4, 97 f.) stellt -gairns zu gr. abspi^a verachte, verschmahe (von *<x§epog, dessen x ein alpha privativum sein soll), was kaum ri ch tig sein kann. Ygl. grëdus.

gaïru oder gavru n. spitzpfahl, stachel. Man vergleicht lat. verw spiess, bratspiess, was jedoch an got. g: lat. v scheitert. Mit mehr recht stellt Zupitza (Die germ. gutturale 171) gairu zu lit. gairê stange. gaisjan, s. usgaisjan.

gaiteiü n. zicklein, ags. giéten, ahd. gei^ïn zicklein, geijïn adj. von ziegen, lat. haedinus von jungen boeken, zu gaits.

gaits f. ziege, an. geit, ags. gat, ahd. gei$, urverwant mit lat. haedus bock (vielleicht zu lit. zaidziu spiele, vollziehe den beischlaf). Das krimgot. hat stap für 'ziege', das mit poln. klruss. slov. cap, czech. cap, magy. czap, rum. alban. cap bock identisch ist: wahrscheinlich stammt die ganze sippe aus dem iranischen, wo wir parsi capes bock, np. capis einjahriger bock vorfinden, das mit an. hafr, ags. hxfer bock, air. caera schaf, cymr. caer-iwrch rehbock, lat. caper bock, capra ziege, gr. xdirpos eber in einem ablautsverbaltnis stehen

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