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zu gr, zptziva streife, bestreiche (Persson, Wurzelerw. 72 f.).

gudafaiirhts gottesfürchtig, ags. godfyrht, ahd. gotforht, s. gu]) und faurhts.

gudalaus gottlos, isl. gudlauss, s. guj) und laus.

gudliüs n. tempel, vgl. mhd. goteshüs gotteshaus, kirche, kloster. Hüs n. haus, krimgot. kus (d. i. kus), an. ags. kus, afris. as. ahd. hüs (aksl. chyzü ist lehnwort aus dem germ.) geht vielleicht auf idg. *küdzho- aus *Jeüdhso- zurück, welchenfalls es mit h u z d zur wz. *keudhverbergen gehören kann. Ein anderes wort für 'hans' ist razn.

gudja m. priester, an. goite, guffe priester, tempelvorsteher, gyctja priesterin, vgl. ahd. coting tribunus, zu guj). Nach Osthoff (Bezz. Beitr. 24, 197 f. f.) ware die grundbedeutung von gudja 'berufer, besprecher, zauberer'. Davon gudjinön das priesteramt versehen, gudjinassus m. priesteramt.

gul|> n. gold, krimgot. gollz (tz ist p, vgl. tzo = J) u), an. gull, ags. afris. as. ahd. gold (finn. kulta ist aus dem germ. entlehnt), ablautend mit lett. zelts und aksl. zlato, wozu sich wahrscheinlich skr. hdtaka- stellen lasst. Mit avest. zaranya-, ai. hiranya-gehören die genannten namen des goldes zur idg. wz. *yhel- gelb, grünlich sein, vgl. ags. geolo, as. ahd. gelo, lat. helvus gelb, air. gel weiss, lit. zulias grün, zeliu grüne, zolè gras, kraut, aksl. zelije kraut, zelenü grün, avest. zairi-, ai. harigoldgelb u. s. w. Gr. xpuióc gold ist

dieser sippe fremd: es gilt für entlehnt aus hebr. phoen. charüs. Ein anderes proethnisches wort für 'gold' ist lat. aurum, sab. ausum, apr. ausis, lit. au/csas (air. ór, cymr. awr und bask. urrc entstammeu dem lateinischen, bzw. dem romanischen). Vgl. glaggwö.

guljteins golden, an. gullenn, ags. gylden, as. ahd. guldïn, zu gul]).

guma m. mann, an. gume, ags. gnma, as. gumo, gomo, ahd. gomo, urverwant mit lit. zmv, apr. smoy mensch (lit. pl. zmónès), alat. acc. kemönem, lat. homo mensch, nèmo (aus *ne-kerno) niemand. Das wort ist abgeleitet von idg. *yhem- erde, vgl. lit. zêtnè, aksl. zemlja erde, lat. humus boden, gr. am boden,

avest. Z3m-, ai. jam- erde. Der ursprüngliche anlaut der sippe ist ycïk, wie aus gr. x^uv, ai. ksdm- liervorgeht.

guniakunds mannlich, s. guma und airfiakunds.

guiids m. gesehwür (oder gund

n.), an. ags. ahd. gund, urverwant mit gr. geschwulst, ge¬

sehwür (Holthausen, Kuhns Zs. 28, 282). Vgl. noch russ. zud das jucken, zudêti jucken, aksl. *zqdu, *zqdëti (? Beitr. 22, 189).

guj» m. und n. gott, an. god, gud, ags. afris. as. god, ahd. got, eigl. 'was man beruft; incantatum, excantatum, adjuratum numen', zu lit. zavêti besprechen, zaubern, aksl. zovq rufe, avest. zavaiti, zbayeiti, ai. hdvate, kvayali ruft, avest. züta-, ai. hütd-

gerufen (Osthoff, Bezz. Beitr. 24, 191 f. f., vgl. Morph. Unters. 4,

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