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zusammenhang mit ai. kéta- verlangen, absicht, aufforderung, einladung und gr. koïtxi • yuvocixwv è7riöu/^txi (Hesych., s. HofFmann, Bezz. Beitr. 18, 287) denken, welche aber auf idg. t im wurzelauslaut binweisen, wahrend haitan idg. d enthalt. Zupitza (Die germ. gutturale 105) beurteilt haitan ganz anders. „Da ein benennen so viel wie ein unterscheiden eines dinges von andern ist", vergleicbt er lit. skèdziu scbeide, aksl. cëditi seihen, wodurcb wir in die sippe von skaidan hinübergeführt werden.

haiti f. befebl, mhd. beige, zu baitan.

hai[>i f. feld, an. heidr heide, unfruchtbares land, ags. héd heide, heidekraut, wüste, abd. heida heide, heidekraut, unbebautes land, urverwant mit gall. -cëtum, cymr. coit wald (über das angebliche air. ciad s. Feist, Beitr. 15, 548), lat. -cëtum in bücêtum kuhtrift. Ai. ksétra- feld gebört nicht hierher. Einen ahnlichen bedeutungswechsel findet man bei waggs: vgl. auch aksl. Iqgu wald, russ. lug wiese und ags. weald, as. ahd. wald wald, an. vollr feld.

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haijnwisks wild, zu haijbi.

haijmö f. heidin, *haipna m. heide, an. heidenn, ags. héden, afris. as. hëthin, ahd. heidan, heithin heidnisch, heide soll als nachahmung von lat. paganus heide (zu joagus dorf, district) von hai|)i abgeleitet sein und sich von den Goten zu den andern Germanen verbreitet haben. Torp und Bugge (Idg. forschungen 5, 178 f. f.) halten es fiir ein fremdwort aus

dem armenischen, wo hetlianos (aus gr. fSvoi) in dér bedeutung 'heide, heidnisch' vorliegt: das ai ware durch anlehnung an haifti zu erklaren. Das gebrauchliche wort für 'heiden' (r« v*i) ist piudös (s. Jnuda).

hakills m. mantel, an. hokoll, ags. hacele, ahd. hachul, ein dunkeles wort, das nicht mit aksl. koza feil (zu koza ziege) verglichen werden darf. Vgl. apr. kekulis badelaken und aksl. cechlw decke, welche vielleicht aus dem germ. stammen.

halba f. halfte, seite, an. halfa, ags. healf, as. halba, ahd. lialba, zu halbs.

hallis balb, an. halfr, ags. healf\ as. half, ahd. halb, wahrscheinlich verwant mit ai. kalpdyati ordnet, verteilt, kalpate wird geordnet, wird zu teil die grundbedeutung der wz. ist dann 'schneiden, hacken, durch schneiden oder hacken verteilen' und halbs ist eigentlich 'in zwei teilen geschnitten, geteilt'. Man vergleiclie noch die mit s anlautende sippe von lat. sculpo meissele, schneide, ritze, scalpo kratze, schabe, schneide, ritze, gr. <Txdho\jj maulwurf, iricó^oip pfahl, wozu an. skjalf, ags. scelfe, scylfe bank, brettergestell gehort (s. Persson, Kuhns Zs. 33, 289). Nach einer andern, mir nicht wahrscheinlichen auffassung ware das b in halbs suffixal und lit. szal/is seite zu vergleichen.

hal dan hüten, weiden, an. halda (daneben mit gramm. wechsel aschw. halla), ags. healdan, afris. halda, as. haldan, ahd. halthan (= aschwed. halla), haitan halten, zusammenhal-

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