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—• hëj)jö f. kammer, urverwant mit lat. catïnus napf, topf, gr. xotvXyi höhlung, becher, xotuXoi; pfanne, ai. cdtant- sich versteckend, -catanaverscheuchend, catvala- höhlung.

hidrë hierher, an. hëltra, ags. hider, zum pronominalstamm hi- (s. h i ra m a), gebildet wie hwadrë wohin, jaindrë dorthin. Das suffix -drë ist mit -pro (s. aljaj>r5) verwant: ausserhalb des germ. vgl. lat. citra, diesseits, ultra jenseits, ai. dtra hier, tdtra dort u. s. w.

hilms m. helm, an. hjalmr, ags. afris. as. ahd. hélm (daraus entlehnt ist aksl. slëmu aus *selmiï, *chelmü: aus hilms ware *slïmu geworden), zu germ. hëlan verbergen (s. huljan). Vgl. ai. qdrman- schutz.

liilpan helfen, an. hjalpa, ags. hëljaan, afris. hëlpa, as. hëlpan, ahd. helfan entspricht dem lit. szelb- in szelbiüs suche mich zu helfen. Daneben steht lit. szelpiu unterstütze, fördere.

himinakuiids von himmlischer abkunft, ags. heofoncund, s. air|)akunds.

himins m. himmel, an. himenn, daneben formen mit b, das in den casus obliqui vor n lautgesetzlich aus ni entstanden war: an. dat. hifne, ags. heofon, as. hëban. Nur im suffix davon verschieden ist as. him.il, ahd. himil, humil (ablaut), dem gr. in xpéheSpov stubendecke, dach fast genau entspricht. Vielleicht dürfen wir diese wörter mit der unter afhamön besprochenen wz. *v.ambedecken verbinden, wobei aber der vocalismus schwierigkeit macht. Nach

einer anderen auffassung ware himins eigentlich 'heimstatte der götter' und mit haims verwant: vgl. an. godheimr, heimar goSa, uppheimr für 'himmel'. Dann ware das i in himins ursprünglich und gr. x/téheSpov ferne zu halten. Mir scheint die erstgenannte etymologie den vorzug zu verdienen.

liininia dat. in himma daga heute, hina acc. in und hina dag bis auf diesen tag, hita acc. n. in und hita bis jetzt enthalten einen pronominalstamm hider auch in her und hidrë steekt und in ags. hé, as. liê er als personalpronomen erscheint (as. hindag heute = got. hina dag, vgl. afris. hiudega, as. hiudu, hiudiga und ags. héodxg, das dem as. entstammen soll). Ausserhalb des germ. stellen sich dazu lit. szls, aksl. si, air. cé dieser, lat. cis diesseits (und citra, vgl. hidrë), gr. xcT-, aeol. xj; dort. Lat. hic dieser ist ferne zu halten (vgl. aber Hirt, Beitr. 23, 356 f.).

hindana hinter, jenseits, ags. as. hindan, ahd. hintana hinten, gebildet wie aftana, s. hindar.

hindar hinter, über, jenseits, ahd. hintar, alte comparativbildung, wie aus an. hindre der spatere, folgende, ahd. hintaro der hintere hervorgeht. Zusammenhang mit dem pronominalstamm hi- (s. himma) darfnicht für sicher gelten. Eine andere unsichere vermutung findet man bei Zupitza, Die germ. gutturale 116. Vgl. hindana, hindumists.

liindarweis hinterlistig, ahnlich gebildet wie ahd. hintarscranch be-

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