Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

trug. Für -weis s. u n w e i s.

hindumists der hinterste, entfernteste, superlativbildung zu *hinduma, ags. hindema, das selbst ein alter superlativ ist (vgl. hindar). hinj>an, s. fr ah in fan.

hiri hierher, komm, dual hirjals, plural hirjip kommt, unklar (vgl. Paul, Idg. forschungen 4, 334;Luft, Zs. f. d. phil. 30, 426 f. f.).

hiufan wehklagen, ags. héofan, as. hioban, ahd. hiufan, hiuban (dazu as. hof na wehklage), wegen des f weder mit lit. IcduJcti heulen, noch mit lit. szdukti schreien (Bezzenberger, Bezz. Beitr. 10, 120) zu vergleicheu. Man denkt noch an zusammenhang mit lat. cupio begehre, ai. kupyati gerat in aufregung, wallt auf, erzürnt, zürnt, was wegen der bedeutungsdifferenz ebenfalls abzulehnen ist.

hiuhma m. haufen, menge (auch liiuma geschrieben), mit hühjan zu der unter h a u h s besprochenen wz. *keuk-,

Iliwi n. aussehen, schw. liy haut, hautfarbe, ags. Mew, héow gestalt, ygl. ai. chavi, chavi- feil, haut, hautfarbe, glanz, schönheit (Zupitza, Die germ. gutturale 207).

hlahjan lachen, krimgot. lachen, an. hlxja, ags. hlyhhan, as. hlahhian, ahd. hlahhan, dazu mit ablaut -hlöhjan in ufhlöhjan auflachen machen. Vgl. gr. (neben xAa^oi) glucke,

air. cluiche scherz. Yorgerm. *klok-, *klök- ist zweifelsohne onomatopoëtisch.

hlaifs m. brot, an. hleifr, ags. hlaf, ahd. hleib, leip brot, laib brot

ist offenbar dasselbe wort wie aksl. chlêbü und lit. klêpas, lett. klaips. Meist haty man, wie ich glaube mit recht, aksl. chlèltw für ein lehnwort aus dem germ., indem man annimmt, dass die baltischen wörter zunachst dem slavischen entstammen. Was lit. klépas anbetrifFt, mag dies richtig sein, doch ist es bei lett. klaips wegen des ai wahrscheinlicher, dass es unmittelbar in einer frühen periode aus dem germ. entlehnt ist. Kozlovskij (Arch. f. slav. phil. 11, 386) meint aber hlaifs und chlëbu als urverwant betrachten zu dürfen, indem er beide mit lat. libus, lïbum kuchen, fladen identificiert und auf eine grundform *%loibho- zurückführt, wogegen aber zu bemerken ist, dass die existenz eines ursprachlichen tonlosen velaren oder gutturalen spiranten keineswegs für bewiesen gelten darf (s. Arch. f. slav. phil. 16, 380 f.). Ebensowenig befriedigt die auffassung Lidéns (Beitr. 15, 514 f.), der hlaifs und lïbum unter der annahme zweier grundformen *(s)kloibho- und *skleibho- (oder *sklibho-) zusammenbringt, wozu mhd. lëbekuoche, lëbezelte lebkuchen eine dritte ablautsform (*klibho-) enthalten sollen, oder der vorschlag Pedersens (Idg. forschungen 5, 50) hlaifs, chlêbü und lïbum unter einer urform mit anl. tenuis aspiratazu vereinigen. Kern (Tijdschr. y. Ned. taal- en letterk. 5, 55), der chlëbu als ein lehnwort betrachtet, stellt hlaifs zu hleibjan schonen, sich freundlich annehmen, an. hUfa, ahd. lïban schonen, schützen, wobei er von dem begriffe des schützenden,

Sluiten