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starkeuden, ernahrenden ausgeht. Dagegen erhebt Kluyver (Tijdschr. v. Ned. taal- en letterk. 8, 254 f. f., insbesondere 257 f.) den einwand, dass die allgemeine bedeutung 'nahrungsmittel' weder bei hlaifs, noch bei dein daraus entlehnten aksl. chlëbu bezeugt ist (nur in den jüngeren slavischen sprachen lasst sich diese nachweisen, vgl. z. b. czech. chlebiti nahren, sich nahren): nach seiner ansicht ist hlaifs vielmehr ein altes wort für 'kuchen, brotkuchen', das spater die bedeutung 'laib, einzelnes brot' annahm, und kann es in früher zeit von einem unbekannten volke entlehnt sein. Mit dieser letzten vermutung berührt sich Möhl (Mém. de la Soc. de Ling. 7, 403), der in hlaifs ein lehnwort aus einer ural-altaïschen sprache sehen will. Zuletzt sei noch erwahnt, dass das gotische noch ein anderes wort für 'brot' besessen hat, namlich *braup n., krimgot. broe, dem an. bramt, ags. bréad, afris. brad, as. brod, ahd. bröt entsprechen (vgl. an. ags. broct, ahd. brod brühe, an. brugga, aschw. bryggja, ags. bréowan, ahd. briuwan brauen, air. bruith das kochen, bruthe brühe, lat. dëfrütnm eingekochter most, thrac. fipürov, (Zpuroq gegohrenes getrank, bier). Culturhistorisches bei Schrader, Laib und brod (Philologische studiën, festgabe für Eduard Sievers zum 1 October 1896).

hlains m. hügel (oder hlain n. ?), an. hlein felsvorsprung, zu ags. hlinian, lileonian, as. hlinön, ahd. hlinën intr. und ags. hlénan, ahd. hleinen trans, lehnen, vgl. lett. slains

einschüssig, air. clóin schief, ungerecht, böse. Die wz. ist *alei- sich neigen, lehnen: lit. szlëju lehne an, szlaitas bergahhang, lat. acclïnare sich anlehnen, hinneigen, clïvus hügel, gr. jcA/V&j neige, lehne an, neigung, himmelsgegend, xxïvvi hett (vgl. ahd. hlina lehne), xXtruc abhang, hügel, kA7to?, kXitoc hügel, ai. qrdyati lehnt. Vgl. h 1 a i w , hleiduma, hlei|>ra, hlija.

lilaiw n. grabhügel, grab (dazu hlaiwasnös f. pl. graber), ags. hlaw grabhügel, grabstein, as. hléo grabstein, ahd. hlêo, lëo grabdenkmal, hügel, zur wz. *xlei- sich neigen, lehnen (s. hlains), vgl. insbesondere lat. clïvus hügel und mit abweichender bedeutung lit. szleivas krummbeinig.

hlaiwasnös, s. hlaiw.

hlamina f. falie, mit an. hlemmr fallstrick, falltür zu an. hlamma einen schweren schall von sich geben, hlymja klingen, hlymr klang, larm, ags. hlemman tosen, tonen, mit gerausch zuschlagen, as. ahd. hlamön brausen, rauschen, vgl. lat. clamor larm, geschrei, clamare schreien (weiteres bei Johansson, Beitr. 14, 309 f.).

lilas heiter, fröhlich, mit ablaut zu lat. clarus heiter (Holthausen, Anz. f. d. altertum 24, 34).

hla{)an, s. afhla|>an.

hlaupan, s. ushlaupan.

lilauts m. loos, erbschaft, an. hlaut loos, anteil, opfer, ahd. hlög, lög loos, erbteilung, mit an. hlutr, ags. Mot loos, ahd. Mug, lug erloostes, landanteil zu an. hljóta, ags. hléotan, as. hliotan, ahd. hliogan erloosen,

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