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ling, ai. mardhati lasst nach. Die wz. *meldh-, neben welcher auch *meld- erscheint (z. b. in apr. maldajung, aksl. mladü jung, zart, lat. mollis weicli, gr. x,u.xtöuvco schwache, zerstöre, ai. mrdu- weich, mild, vgl. auch gamalteins), ist vielleicht aus *mel- weitergebildet, ygl. gr. lJLU.XKx.ot; weich, sanft und malan. milds, s. mildi]ba, unmilds, milhma m. wolke, ein dunkeles wort, das verschieden beurteilt wird. Johansson (Beitr. 15, 232 f. f.) stellt es zu einer idg. wz. *smelk-, *melkund vergleicht u. a. lett. smulkmè kleinigkeit (staubchen), smilts, smilkts (lit. smlltis) sand, smalks fein, dünn. Naher stehen lit. smdlkas dunst, smilkti schwacben dunst von sich geben (s. Zupitza, Die germ. gutturale 135). Andere denken an verwantschaft mit lett. milst es wird dunkel, lit. milszti zusammenziehen von gewitterwolken, wozu mit media im wurzelaüslaut air. melg tod (todesdunkel), gr. dunkel, finster-

nis. Hoffmann (Bezz. Beitr. 18, 289) stellt millima zu gr. yt.s'kxiov • xptvyi (Hesych.).

militön kriegsdienste tun, aus lat. mïlitare.

milij) n. honig (dazu ags. milisc honigsüss), air. mil, lat. mei (gen. meilis). gr. (/.tfA/r-), armen. me\r.

iniluks f. milch, an. mjolk, ags. meoluc, afris. melok, as. miluk, ahd. miluh, zu ags. mëlcan, ahd. mëlclian melken. Dieses starke vb. beruht auf der idg. wz. *mely- abstreifen, melken in lit. mélzu (inf. mtlszti), aksl. mlüzq (inf. mlêsti), air. bligim

melke, melg, mliclit (lliclit) melk, lat. mulgeo, gr. melke, avest.

mardzaiti, ai. mrjdti wisclit, streift (daneben *melx- in ai. mrgdti berührt und andern wörtern). Schwierigkeit bietet nur aksl. mlêko milch, das wahrscbeinlich aus dem germ. entlehnt ist, doch von einigen forschern für echt-slavisch gehalten wird. Jagié (Arch. f. slav. phil. 11, 308 f.) sieht in mlëko eine weiterbildung eines consonantischen stammes nom. *mU aus *mlëz, gen. *mlëze (vgl. slov. mlëzivo, mlëz biestmilcb, czech. mlezivo, mlezina, slowak. mledvizo), wogegen freilich nicht viel einzuwenden ware — nur ist das ansetzen eines stammes *mlëz- zu hypothetisch. Auch Kirste (Arch. f. slav. phil. 12, 307 f. f.) halt mlëko für slavisch, doch er stellt es zunachst zu gr. nxp7TTu fasse, indem er von einer wz. *melq- ausgeht. Dieses *melqware eine nebenform von *melx.- in lat. mulceo streiche, ai. mrgdti wischt, streift.

iuimz n. fleisch, krimgot. menus (wol *mems zu lesen), vgl. apr. mensa, aksl. m§so, alban. mis, armen. mis, ai. mamsd- {mams-). Die idg. grundform ist *mëm.so-, woneben *mëmsro-: air. mir stück fleisch, lat. membrum glied (membrana dünne haut). Nasallose formen liegen in lit. me'sa und ai. mds vor (vgl. mammö und s. Mikkola, Bezz. Beitr. 22, 241 f. f.).

minniza kleiner, geringer, jünger, minnists kleinster, geringster, an. minne, minnstr, ahd. minniro, minnist, urverwant mit aksl. mïnjïjï, mïnij

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