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nicht genügend erklart. Vielleicht gehort raus zu einer idg. wz, *reusbewegen, wozu sich auch skr. rosazorn, rósati, rusyati ist unwirsch, ist missmutig, zürnt, rusta- erzürnt, zornig, lit. rustas unfreundlich, zornig aussehend stellen lassen (Ark. f. nord. fil. 15, 157 f.). Hirt (Beifr. 22, 234 f.) und Hoffmann (Bezz. Beitr. 25, 106 f.) vergleichen mit unrecht gr. opoQo/; rohr, das zu ipécpu gehort (von Hirt werden ausserdem noch serb. rogoz rietgras, poln. rogoz hinse herangezogen). Noch anders, aber gewiss verfehlt Bugge (Beitr, 13, 334). Auch lat. ruscus mausedorn ist ferne zu halten.

rau|)S rot, an. raudr, ags. réad, afris. rad, as. röd, ahd. rot, mit g a r i u d s zur idg. wz. *{é)reudh- rot, röten, rot sein in lit. rauda rote farbe, raudónas rot, rudas braunrot, rüdls rost, rüdyti rosten, rudü (gen. rudêns) herbst, aksl. rtidëti s§ sich röten, rüdru rot, ruzda rost, obrydati s§ erröten, ruda erz, metall, air. réad, cymr. rhüdd, corn. rnd, bret. ruz, lat. ruber rot, rüfus (umbr.-osk. lehnwort wegen des f) rötlich, gr. ipeuSco röte, JpuSpo'? rot, avest. raoictita- rötlich, ai. róhita- rötlich, rotes pferd, rudhira- rot. Idg. *{e)reudhist eine erweiterung von *(e)reu-, ygl. armen, arev, ai. ravi- sonne, avest. aurusa- glanzend, weiss, ai. arusa- rot, feuerfarben, aruna- rötlich und andere wörter.

razda f. mundart, sprache, an. rodd laut, stimme, ags. reord stimme, sprache, ahd. rarta stimme. Man stellt das wort entweder zu rödjan

oder aber zu ai. rdsati, rasati schreit, brüllt, heult. Aksl. gorazdü erfahren beruht auf einem unbelegten adj. got. *garazds eigl. 'mit rede versehen, gut redend'.

1 razn n. haus, an. rann, ags. xm, verwant mit rasta.

rëdan, s. garëdan.

reiki n. reich, herrschaft, an. rike, ags. nee, as. rïki, ahd. rïhhi, uralte entlehnung aus kelt. rïgio air. rige reich. Apr. rïki ist zunachst aus dem got. oder altdeutschen entlehnt. Ygl. reiks.

reiks m. herrscher, als adj. 'machtig, vornehm' (vgl. an. rikr), woneben *reikeis herrscher, herr, das durch apr. rikys vorausgesetzt wird und dem ags. nee, as. rïki, ahd. rïhhi miichtig, vornehm, herrlich entsprechen. Reiks ist sehr früh aus kelt. -rïx, air. ri (gen. rig) könig (= lat. rëx, ai. raj-, rat) entlehnt worden, zugleich mit reiki aus der ableitung kelt. rïgio-. Anders, aber nicht überzeugend Brugmann (Grundr. I2, 504). Aus dem germ. drang der stamm *rïk-, *rïkia- in das baltische: alit. rikys könig, rykauti herrschen, rikunia verwalterin, apr. rikys, rykyes, reykeis herr, rikawie du herrschest, riekausna- regierung, rikyska- obrigkeit, rikywiskaherrlichkeit. Von reiks ist das vb. reikinön beherrschen abgeleitet.

— reiran zittern, reirö f. zittern, erdbeben, gewiss urverwant mit ai. lelaydti schwankt, sehaukelt, zittert, lelaya schwank, in unruhiger bewegung, weshalb Bugges hinweis auf armen, ererem zittere (Idg. for-

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