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slëpan schlafen, krimgot. schlipen (d. i. schlipen, vgl. mine = mëna, crïten = grëtan), ags. slépan, afris. slëpa, as. slapan, ahd. slafan, verwant mit nd. slap, ahd. slaf schlaff, wozu mit ablaut aksl. slabü schwach. Ygl. lat. labare wanken, labi gleiten, ai. Idmbate hangt herab (anders Hirt, Beitr. 23, 292, der die sippe von slëpan mit lit. silpti schwach werden , silpnas schwach verbindet, indem er das p im litauischen durch entgleisung erklart).

slëps m. schlaf, ags. slép, afris. slëp, as. slap, ahd. slaf, zu slëpan. slintlaii, s. fraslindan.

sliupan schleichen, ahd. sliofan, vgl. ags. slupan. Mit afslaupjan zu lat. lübricus schlüpfrig.

smaïrltr n. fett, vgl. an. smjor fett, batter, ags. smeoru fett, afris. smëre unschlitt, schmeer, ahd. smëro fett, schmeer und s mar na. Urverwant sind lit. smarsas, smarstvas, smarstê fett, smarstas, smarvë gestank, air. smir mark, gr. pivpov, irfiupov salbe.

^ smak li !i m. feige, vielleicht zu ags. smsec, ahd. smac geschmack, ags. smeccan schmecken, ahd. smecjcen schmecken, geschmack empfinden, smackën geschmack von sich geben (Johansson, Kuhns Zs. 36, 383), vgl. lit. smaguridi leckerbissen, srmaguriauti naschen, smagurystè naschhaftigkeit (Zupitza, Die germ. gutturale 165). Aksl. smohy beruht auf germ. *smaJcJcö.

smakkabagms m. feigenbaum, s. smak ka und bagms.

smals klein, gering, ags. smsel,

afris. smel, as. ahd. smal, vgl. ansmale kleinvieh (ahd. smalanöj, sttiala$ vihu). Ausserhalb des germ. gehóren hierher aksl. malü klein, air. mil tier, gr. wXov kleines vieh, schaf, smariia f. mist, kot, s. smairj)r. snieitan, s. bismeitan.

sinij»a, s. aizasmif>a.

smijtön, s. gasmij)ön.

Sinyrn n. (?) myrrhe, aus gr. (7ftópva, das wie ttiippx auf hebr. mör beruht, doch sich an trfj.upov salbe (s. smairfr) angelehnt hat(s. Lewy, Die semit. fremdwörter im griechischen 42).

snaga m. oberkleid, unerklai't. Man vergleicht zweifelnd gr. vcck^, vixot wolliges feil, vliess, wozu vielleicht apr. nognan leder (d. i. *nohnant Lidén, Stud. zur aind. und vergl. sprachgeschichte 66 f.).

snaiws m. schnee, an. snxr, ags. sndw, as. ahd. snëo, allgem. idg., vgl. lit. sn'êgas schnee, sndigala schneeflocke, sninga, snikt es schneit, aksl. snëgu schnee, air. snigid. es schneit, snechta schnee, lat. ninguere schneien, lat. nix (acc. nivem) schnee, gr. vtcpei schneit, viCpx acc. schnee (= nivem), xyx-vviQo<; schneereich, avest. snaezaiti schneit. Identisch ist snaiws nur mit lit. sn'êgas, aksl. snëgu und mit ai. sneha- glanz, glanzendes, öl, fett, zuneigung. Die bedeutung des indischen wortes ist darum interessant, weil sie uns den grundbegriff der wz. *sneigh- (mit labiovelarem gli) kennen lehrt: es kann ja nicht zweifelhaft sein, dass dieser 'glanzen' gewesen ist (ai. smhyati wird glanzend, empfindet zuneigung).

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