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stado, zu standan. Krimgot. statz ■■ terra ('land' im gegensatz zum meere?) kann hierher gehören.

staua f. gericht, urteil, s. s t ö j a n. staua m. richter, s. stöjan. stauastöls m. richterstuhl, s. staua und stols.

staürkuail, s. gastaurknan. staürran, s. andstaürran. — stautaii stossen, schlagen, an. stauta, as. stötan, ahd. stöjan stossen, urverwant mit alban. stün stosse, vgl. ohne s an. pot ungestüm, lat. tundo, ai. tudami stosse. Vgl. noch Ehrismann (Beitr. 18, 216). S. auch J)uthaür n.

steigan steigen, an. stiga, ags. stigan, afris. stiga, as. ahd. stigan, urverwant mit air. Magaim gehe, schreite, lit. staiga adv. eilend, plötzlich, lett. staigat wandeln, absl. stignq, komme, erreiche, gr. ore/#« gehe, steige, ai. stighnoti steigt. Vgl. staiga.

stibua f. stimme, ags. stëmn, stëfn, afris. stemme, as. stëmna, stemma, ahd. stimma, mit urspr. m (vgl. ibns), urverwant mit cymr. safn mund, bret. staffn gaumen, gr.

mund, avest. staman- maul. Vgl. munjis.

stigqan stossen, an. stjk/cva springen, stürzen, ags. stincan aufwirbeln, vielleicht identisch mit ags. stincan duften, übel riechen, ahd. stincan einen geruch von sich geben, wird mit lit. sténgiüs strenge mieh an, widerstrebe, cymr. sangu treten, lat. stingwo lösche aus, distinguo trenne, unterscheide verglichen. Die hedeutungen machen schwierigkeit.

■» stikls m. becher, kelch, wird meist mit an. stikell, ags. sticel, ahd. stichil stachel, spitze identificiert, indem man annimmt, dasa das wort erst nur die spitze des trinkhornes bezeichnet hatte. Dagegen ist aber zu bemerken, dass stikls vielmehr ein wort für die substanz 'glas' gewesen zu sein scheint, denn das jedenfalls damit identische aksl. stiklo hat nur diese bedeutung, weshalb es bedenklich ist stikls mit der unter staks besprochenen wz. zu verbinden. Ist stikls aus aksl. stïklo entlehnt? Vgl. Beitr. 22, 191.

stiks m. (?) stich, punkt, ags. stice, mhd. stich, zu germ. *stëkan, *stikan, s. staks.

stilau stehlen, an. stëla, ags. stëlan, afris. stëla, as. ahd. stëlan, vgl. gr. vTeptiTKCii, arepéu beraube, arépofAUt bin beraubt. Osthoff (Beitr. 13, 460 f.) erklart das l in stehlen durch anlehnung an hehlen (s. huljan). Wie ist dann aber das l in air. tela, teola dieb zu beurteilen ? Kern (briefliche mitteilung) stellt dieBes keltische wort zu germ. stëlan.

stiur m. stierkalb, ags. stéor, anfr. stier, ahd. stior stier, woneben ohne anl. s an. pjórr, nl. limburg. deur, wird von Schulze (Kuhns Zs. 29, 271) auf *stiwuraz, idg. *sthewdro-s zurückgeführt und mit ai. sthdvira- dick, derb, vollwüchsig, alt (mit tiefstufe der wz. sthüra-, sthfiladick) gleichgesetzt, wobei sich allerdings das fehlen des nominativ-« gegenüber skeirs, swërs wie in baür, wair durch die kürze des dem r vorangehenden vocales (hier

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