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also w) erklart. Es ist aber bedenklicli das wort yon den stiernamen in andern sprachen zu trennen, welche jedoch lautiiche schwierigkeiten darbieten. Einerseits weist gall. tarvos, air. tarbh, cymr. tarw, corn. tarow, bret. tarv, tarf auf eine idg. grundform *tarwo-s, andererseits muss man für die formen in den übrigen sprachen ein ursprachliches *(s)t{h)auroansetzen, vgl. apr. tauris wisent, lit. tauras, tauris auer, aksl. inrit, lat. taurus, gr. ravpot; (das nicht aus *T»proi entstanden sein kann) stier, avest. staora-, mp. stör zugstier, np. sutör, ustör ross, osset, sturtha vieh. Nicht gut beglaubigt ist skr. sthürastier. Dagegen darf zigeun. shturno stier als ein indischer beleg dieser sippe angeführt werden, welche wir selbst über den grenzen des idg. sprachgebietes widerfinden, denn aram. tör, hebr. sör, ursem. *tauru stier lasst sich kaum von stiur, avest. staora- u. s. w. trennen. Nach Schmidt (Die urheimath der Indogermanen 7, vgl. Lewy, Die semit. fremdwörter im griechischen 4) ist es denkbar, dass die idg. wörter znm teile aus dem semitischen entlehnt und. vom einen volke zum andern gewandert seien. Es ware aber auffallig, dass die Indogermanen grade ein wort für 'stier' entlehnt katten, wahrend ihre terminologie der viehzucht sonst so ausgebildet ist: vgl. aihwatundi, aühsa, awëpi, faihu, gaits, hairda, hairdeis, swein, wrijms, wulla und insbesondere noch an. hyr, ags. cu, ahd. chuo, lett. giiws, aksl.

gov- (gov§do), air. 16, lat. bos, gr. 13oü(, armen, kov, avest. gau-s, ai. gau-s.

stiur jan feststellen, bestimmt behaupten, vgl. ahd. stiuri, stiiri stark, stattlich und vielleicht an. styra, ags. styran steuern, ahd. stiuren leuken, leiten, stützen, wie auch an. staurr pfahl. Man denkt an zusammenhang mit lat. rëstaurare wider aufrichten, gr. trraupiq pfahl mit suffixalem r zu richte auf,

a-TÜXog saule. Was den vocalismus anbetrifft, verhielte stiurjan sich zu trravpói; wie stiur zu Txïipoi;.

stiwiti n. (?) erdulden, geduld, idg. *stewedyo-, woneben *studyo- in lat. studium streben, eifer (Johansson, Beitr. 15, 237).

— stöjaii richten, mit staua m. und staua f. zu idg. *stau- (weiterbildung von *sta-, s. s t a n d a n) in lit. stovêti stehen, aksl. stavü stand, staviti stellen.

stöls m. stuhl, thron, an. stótt, ags. stól, afris. as. stol, ahd. stuol, urverwant mit lit. stülys baumstumpf, stdlas tiscb, aksl. stolü sessel, apr. stallït stehen, vgl. aksl. steljq breite aus, gr. vTeXXco stelle fertig, ai. sthdla-, stliali- erhebung, anhöhe, trockenes land, festland. Als krimgotisch ist stul sessel überliefert. Vgl. andstald.

stoma m. grundlage, formell identisch mit lit. stomü statur, lat. stamen, gr. vtvhauv aufzug am webstuhl, ai. sthaman- standort, kraft, zu der unter standan besprochenen wz. Vgl. noch cymr. sefyll, corn. bret. sevell stehen mit s aus st. Anders,

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