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wiederum die Urvernunft, sagen wir, die Gottheit sei, denn der ganze Zusammenhang in den unendlich vielen Erscheinungen des All kann nur von einem Urwesen kerrühren. Somit hörte mit der Stoa die Dychotomie, die Zweiteilung in der griechischen Metaphysik, auf. Nur Eiu geistiger Anfang, der in einer zweckmassigen Ordnung in der unendlich vielfachen Welt sich offenbart, besteht.

Zweitens aber wandte sich diese Schule rnehr der praktischen Anwendung der Weltweisheit zu. Denn im Leben der Menschen ofïenbart sich die Weisheit besonders in der Tugend. Es ist somit nach den Stoïkern das Erstreben wahrer Erkenntniss nichts als eine Uebung der Tugend, so wie auch Erkennen und Wissen nur Mittel zurn tugendhaften Handeln sind. Nur die Tugend aber ist für ein vernünftiges Wesen ein Gut, in ihr allein besteht das wahre Glück des Menschen.

Wir erkennen somit in der Lehre der Stoa den Abschluss der Politeia (Staatslehre) bei Plato und Aristoteles. Hatte Plato die vier Haupttugenden Weisheit, Tapferkeit, Selbstbeherrschung und Gerechtigkeit als die Saulen bezeichnet, auf denen das Gedeihen der Bürgerschaft beruhe, und hatte Aristoteles durch die Tugend und das zweckmassige Handeln die Erreichung des uns möglichen Glücks beim gegenseitigen Beistand der Burger gefunden, so war dies Ziel in der Schule der Stoa erreicht.

Yon einem naturgemassen, einfachen Leben aus führt das geistige Streben zur Erkenntniss und Sittlichkeit und von da zu dem in der Tugend begründeten Glück der Menschheit. Diesen Weg beschritten die Anhanger dieser Schule als Manner von einem Guss im Denken und im Handeln. Unbeirrt war ihr Schritt, denn erreichteu sie ihr Ziel nicht

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