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dem Leibe, d. i. der Welt, wie mit einem Kleid umhüllt *).

Diese Lehre, welche als eine Toch ter der Ideenlelire Plato's betrachtet werden mass, legt Philo im Leben Mosis seinem Glaubenshelden Mose in deu Mund, der ist ihm Profet und Philosoph zugleich J).

Auch unter den Apokryphen unserer Bibel giebt es ein Buch philonischer Lehre d. i. die Weisheit Salomonis. Hier tritt die Weisheit (Chokma) aus Gott wie ein Abglanz des ewigen Lichts heraus, um als die Künstlerin im Weltall ihr Werk zum Wohlgefallen Gottes zu verrichten. Die Weisheit ist aber der Ausfluss von der Herrlichkeit Gottes, Gott aber liebt den, der mit der Weisheit vertraut ist.

Die Intuition (innere Anschauung).

Wir müssefl hier hervorheben, dass diese Verbindung eines geistigen Hebraïsmus mit dem forschenden Hellenismus in Alexandria in der Brkenntnisslehre ein neues Princip zur Geltung brachte. Es ist dies die innere Anschauung, die der Meinung Ausdruck gab, es bestehe eine directe Anschauung aller Wahrheit als die höchste Stufe aller Erkenntniss.

Bei der Wichtigkeit dieser, dem Grunde des menschlichen Bewustseins eingezeichneten, Vorstellung, erlaube man hier einige Worte zur Ausführung.

Alle Erkenntniss besteht doch nur in einer geistigen Beziehung zwischen einem erkennenden, »Ich" und einem erkannten »Es". Aber schon die einfachste Satzfügung, die

1) Vgl. Zeiler Grundriss § 94.

2) Nach Thoma: Grundriss der Ev. Joh. 1882, slammt das Evangelium von einem Christen, der als ein Anhanger Philos das Buch »das Leben Mosis' als Voibild benutzte.

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