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beschattigen, waren zwar den Arabern bekannt, wuraen aber von ihnen als sehr schwer verstandlich angesehen, jedoch, wie uns die von Alf. verfasste »Harmonie zwischen Plato und Arist. lehrt, zumeist nur als Beweisstellen für gewisse Probleme herangezogen ') und verscbieden ausgelegt.

Somit giebt besonders die Emanation als das allen arab. Philosophen eigene Grundthema den Rückgrat her, um die geistigen Strömungen der Culturvölker im Mittelalter daran zu construiren und aus dem Wesen ihrer Lehre den Neoplatonismus genauer in seinem Werth kennen zu lernen.

Uber »die Continnitat der griech Philosophie in der Gedankenwelt der Araber" hat in neuester Zeit im Archiv. für Philosophie 1898, L. Stein p. 314—34 eine recht dankenswerthe Abh. geschrieben, In derselben spricht er aber über die Emanationslehre, die doch den eigentlichen Kern für diesen Zusammenhang bildet, gar nicht. Er findet ferner nur in Plotin und Alexander Afrodisias die beiden Brillen glaser, durch die allein die Araber die griech. Philosophie betrachtet hatten, wie ja auch Val. Rose 1883 Plotin und Aristoteles als die Haupttraeger der arab. Schule hervor gehoben hat.

Wir haben hierzu Folgendes zu erwahnen: a. Es ist nicht richtig, dass die Araber ganz sclavisch nur diesen Beiden gefolgt waren, denn Alex. Afrod. kennt nur drei Nüs, Alkindi aber sowohl als Alfarabi kennen deren vier, den potentiellen, actuellen, erworbenen, thaetigen 2). b. Zweitens aber reicht Plotin allein nicht aus um die Lehre von der, dem Wesen der Zahl entsprechenden, Emanation zu begründen,

1) Vgl. hieriiber Alf. philoa. Abhh. über die Metaphys. 54—60 und 213, 14 vgl. aueh p. 39 and die in der Harmonie behandelten Stellen.

2) Vgl. Alf. philos. Abhh. 66 Z. 14.

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