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mehr Theolog als Philosoph. Als Theolog ist er constructiv, als Philosoph destructiv. Er will zumeist nicht ein System aufstellen, sondern nur die Schwachen der Philosophie hervorheben. Dies gelang ihm mit Hiilfe der Orthodoxie, die im Islam die absolute Vorherbestimmung Gottes als eine Fahne aufstellt, um die sich die Schaar der Glaubigen sammeln müsse. Algasali zerbricht, um die Philosophie als nichtig darzustellen, das Causalitatsprincip, also jene Kette von Ursach und Wirkung, die sich bis zum Urgrund hin erstreckt. Alles, was geschieht, geschieht nach ihm durch einen besonderen Willensact Gottes. Jedes Blatt, das im Herbst vom Baum fallt, begeht diesen Fall nach einem besondren Befehl, sagen wir einer besondren Cabinetsordre Gottes. Das ware nun etwa so, als wenn wir behaupten wollten, dass jeder Brief mit dem Zeichen »Kaiserliche Reichspost" nun auch von Sr. Majestat selbst bestellt sein müsse.

Dem Menschen wird nach dieser Theorie auch jede Spur des freien Willens genommen. Er ist ein dumpfer, stumpfer Knecht Gottes, ohne freien Willen, denn auch die Naturgesetze sind durchbrechbar. Eine Flocke Baumwolle verbrennt gewöhnlich am Feuer, weil Gott es gewöhnlich so will, wenn er aber einmal nicht will, geschieht es eben nicht.

sDas Wunder ist des Glaubens liebstes Kind' und so statuirt denn auch Algasali das, die Naturgesetze durchbrechende, Wunder als durchaus berechtigt. Hierdurch wurde die Axt an den Baum der Erkenntniss und aller sittlichen Entwickelung im Menschen gelegt, und schrieb in diesem Sinn Alg. seine »Widersprüche der Philosophie, Tahafut el Phalasiphe, um aller Bildung im Oriënt das Grab zu schaufeln.

So heftig aber auch die Opposition dieses orthodoxen

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